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    Bosch Unternehmensgeschichte (Teil 1)

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    Die Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik in Stuttgart
    Die Bosch-Unternehmensgeschichte lässt sich in insgesamt fünf Phasen einteilen. Die erste Phase von 1886 bis etwa 1900 war geprägt durch den handwerklichen Betrieb in Stuttgart, der sich über die ersten Jahre am Existenzminimum bewegte, dann aber durch die Magnetzündung für Kraftfahrzeuge zum schnell wachsenden Autozulieferer aufstieg.
    Nach der Eröffnung der „Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik“ am 15. November 1886 beschäftigte Robert Bosch seine anfänglich zwei Mitarbeiter zunächst mit dem Bau und der Installation elektrotechnischer Geräte aller Art, darunter Telefonanlagen und elektrische Wasserstandsfernmelder. Bald war das Betriebskapital von 10 000 Mark, das aus dem väterlichen Erbe stammte, aufgebraucht. Nur ein Bankkredit, für den die Verwandtschaft gebürgt hatte, hielt den Betrieb über Wasser. Rasch wurden weitere Kredite nötig. Die geringen Erträge investierte Robert Bosch zumeist in neue Maschinen. Nach über neun mühsamen Jahren waren 1895 endlich alle Schulden abgetragen, und das Geschäft mit Elektroinstallationen und -produkten stabilisierte sich.
    Bis 1900 stieg die Mitarbeiterzahl des Unternehmens auf fast 40 an. Den Umsatz sicherten die Übernahme von Installations-, Wartungs- und Reparaturarbeiten elektrotechnischer Geräte und Anlagen. Die Elektrifizierung Stuttgarts im Zeitalter der Industrialisierung kam Bosch dabei entgegen.

    Zukunftsprodukt Magnetzündung
    Ein entscheidender Meilenstein für die Entwicklung des Unternehmens war die Magnetzündung. Robert Bosch hatte 1887 nur wenige Monate nach der Eröffnung seiner Werkstätte auf Wunsch eines Kunden einen Magnetzündapparat nach Vorbild eines Produkts der Maschinenfabrik Deutz in Köln gefertigt. Bosch verbesserte die Konstruktion der Magnetzündung entscheidend und hatte mit diesem Produkt erste wirtschaftliche Erfolge.

    Die Magnetzündung diente zur Erzeugung eines elektrischen Funkens, mit dem das Gasgemisch in einem stationären Verbrennungsmotor zur Explosion gebracht wurde. 1897 gelang es Bosch erstmals, einen solchen Magnetzünder an einen Kraftfahrzeugmotor zu adaptieren. Damit löste er eines der größten technischen Probleme der noch jungen Kraftfahrzeugtechnik und erhielt erfolgversprechende Aufträge aus der Automobilindustrie.
    Am Ende des Jahrzehnts hatte Bosch seine finanziellen Schwierigkeiten weitgehend überwunden. Fortbestand und Wachstum des Unternehmens waren gesichert.

    (Quelle: Bosch)

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