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    Le Mans 2010: Mit klassischem „Le-Mans-Start“

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    Für den Start des Rennens haben sich die Organisatoren des Automobile Club de l’Ouest (ACO) etwas Besonderes einfallen lassen: Vor dem Beginn der Einführungsrunde laufen die Fahrer von der gegenüberliegenden Seite der Rennstrecke zu ihren Fahrzeugen, die an der Boxenmauer aufgereiht sind. Damit soll an den klassischen „Le-Mans-Start“ erinnert werden, bei dem die Fahrer zu ihren Fahrzeugen sprinteten.

    Der Le Mans Start hat seinen Ursprung in dem 24-Stunden-Rennen von Le Mans, bei dem diese Variante des stehenden Starts 1925 eingeführt und bis 1969 beibehalten wurde.

    Um schneller vom Start wegzukommen, gingen die Fahrer dazu über, die Sicherheitsgurte nicht sofort, sondern erst in einer der nächsten Geraden anzulegen. Der belgische Fahrer Jacky Ickx übte dagegen bei seiner ersten Teilnahme an den 24-Stunden von Le Mans 1969 Protest, indem er nach dem Startzeichen gemächlich zu seinem Ford GT 40 ging und betont langsam und sorgfältig seine Gurte festmachte, bevor er schließlich weit hinter den anderen Teilnehmern ins Rennen fuhr. Der noch nicht angegurtete Fahrer John Woolfe verunglückte in jenem Rennen in der ersten Runde tödlich. Ickx und sein Co-Fahrer Jackie Oliver gewannen das Rennen trotz des anfänglichen Rückstands mit wenigen Sekunden Vorsprung. Als Ickx später auf dem Weg nach Paris einen Unfall hatte, entstieg er seinem Porsche 911 unverletzt – er war angeschnallt.

    1970 starteten die Fahrer in Le Mans in den Fahrzeugen sitzend mit stehendem Motor. Die Wagen standen in Abständen von zehn Metern und in einem Winkel von 20 Grad zur Fahrtrichtung am Streckenrand bei Start und Ziel. Seit 1971 beginnen die 24 Stunden von Le Mans nach einer Einführungsrunde mit einem fliegenden Start.

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