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    24h-Rennen Le Mans 2011: Porsche-Kundenteams mit acht 911 GT3 RSR stark vertreten

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    24h-Rennen Le Mans Vorschau 2011Fünf Teams, acht Fahrzeuge, 24 Piloten: Die Porsche-Kundenteams aus Europa und den USA engagieren sich bei der 79. Auflage des Langstreckenklassikers am 11./12. Juni 2011 in Le Mans besonders stark. Sie setzen beim härtesten Autorennen der Welt insgesamt acht Porsche 911 GT3 RSR in den beiden Sportwagen-Klassen GTE Pro und GTE Am ein. Alle Porsche-Werksfahrer sind am Start – darunter auch Marc Lieb (Ludwigsburg), Richard Lietz (Österreich) und Wolf Henzler (Nürtingen), das Siegertrio des Vorjahres. Porsche ist mit 16 Gesamt- und 98 Klassensiegen die mit Abstand erfolgreichste Marke in Le Mans.

    Das Rennen
    Im Jahr 1923 zum ersten Mal ausgetragen, hat sich das 24-Stunden-Rennen von Le Mans zum Mythos entwickelt. Es gilt als das härteste Autorennen der Welt. Allein der Start der 55 Sportwagen sorgt für Gänsehaut. Bereits zur Technischen Abnahme kommen Zehntausende auf den Marktplatz von Le Mans. Und auch bei der traditionellen Fahrerparade, die am Freitagnachmittag vor dem Rennen von der Strecke ins Zentrum der Stadt in der Region Sarthe führt, säumen begeisterte Fans die Straßen.

    Die Strecke
    Der 13,629 Kilometer lange „Circuit des 24 Heures“ zählt zu den ältesten und schnellsten Rennstrecken der Welt. Mit einem Vollgasanteil von rund 75 Prozent gilt der Kurs als gewaltige Bewährungsprobe für die Zuverlässigkeit von Material und Mensch. Ihren Weltruhm verdankt die Strecke nicht zuletzt der legendären Hunaudières-Geraden, auf der Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 400 km/h erzielt wurden. Seit 1990 ist diese jedoch durch zwei Schikanen entschärft. Auch die ultraschnelle Passage mit den Porsche-Kurven verlangt den Rennfahrern alles ab.

    Die Fahrer
    In unveränderter Besetzung kehren die Vorjahressieger an die Stätte ihres Erfolges zurück. Für Marc Lieb und Richard Lietz brachte 2010 den jeweils zweiten Klassensieg (nach 2005 bzw. 2007) in Le Mans, Wolf Henzler stand dagegen erstmals ganz oben auf dem Podest. Die 2011er-Version des 911 GT3 RSR für die Titelverteidiger wird vom Team Felbermayr-Proton in der Klasse GTE Pro eingesetzt. Auch das Team Flying Lizard Motorsports aus den USA schickt mit dem schlagkräftigen Werksfahrer-Duo Jörg Bergmeister (Langenfeld) und Patrick Long (USA) einen Elfer in der Profi-Kategorie an den Start. Zusammen haben sie 2004 in Le Mans den Klassensieg geholt, Patrick Long war außerdem 2007 erfolgreich. Unterstützt werden die mehrfachen Meister der American Le Mans Series von Lucas Luhr (Ermatingen), der mit Porsche 2002 und 2003 GT-Siege in Le Mans feierte.

    Der französische Porsche-Werkspilot Patrik Pilet startet zusammen mit seinen Landsleuten Raymond Narac und Nicolas Armindo im 911 GT3 RSR des Teams IMSA Performance Matmut. Während Teameigner Narac als äußerst erfahren in Le Mans gilt, gibt der amtierenden Meister des Carrera Cup Deutschland sein Debüt beim Langstreckenklassiker. Der jüngste Porsche-Werksfahrer, Marco Holzer (Lochau), fährt für das belgische Team ProSpeed Competition. Der 22-Jährige feierte 2010 seinen Le-Mans-Einstand mit einem Podiumsplatz. Er teilt sich das Cockpit des GTE-Pro-Elfers mit Marc Goossens (Belgien) und Jaap van Lagen (Niederlande). Im fünften 911 GT3 RSR in der Klasse GTE Pro, der ebenfalls von Felbermayr-Proton eingesetzt wird, wechseln sich der Brite Nick Tandy – aktueller Tabellenführer des Porsche Mobil1 Super Cup und des Carrera Cup Deutschland – sowie Bryce Miller (USA) und Abdulaziz Faisal (Saudi-Arabien) ab.

    In der Sportwagen-Kategorie GTE Am, in der lediglich ein Profirennfahrer pro Fahrzeug eingesetzt werden darf, starten drei weitere 911 GT3 RSR – wie in dieser Klasse vorgeschrieben – auf dem technischen Stand des Vorjahres. Für Flying Lizard Motorsports gehen die Amerikaner Seth Neiman, Darren Law und Spencer Pumpelly ins Rennen, für Proton Competition Teamchef Christian Ried (Schönebürg) sowie die Österreicher Horst Felbermayr Senior und Junior. Und unter der Regie von Larbre Competition stellen sich die Franzosen Christophe Bourret, Pascal Gibon und Jean-Philippe Belloc der Herausforderung von Le Mans.

    Zwei weitere Porsche-Werksfahrer treten erneut für Audi in der leistungsstärkeren LMP1-Klasse an: Timo Bernhard (Dittweiler) und Romain Dumas (Frankreich) wollen zusammen mit Audi-Werksfahrer Mike Rockenfeller (Neuwied) ihren Gesamtsieg aus dem Vorjahr wiederholen.

    Die Zeiten
    Am Mittwoch, 8. Juni, wird von 16.00 Uhr bis 20.00 Uhr das Freie Training ausgetragen. Im Anschluss folgt von 22.00 Uhr bis Mitternacht das erste Qualifikationstraining um die besten Startplätze fürs Rennen. Qualifikationstraining Nummer zwei und drei sind für Donnerstag von 19.00 bis 21.00 Uhr und von 22.00 bis 24.00 Uhr angesetzt. Am Samstag, 11. Juni, fällt um 15.00 Uhr die Startflagge zur 24-Stunden-Jagd.

    TV-Tipp
    Eurosport berichtet im frei zugänglichen Hauptsender und im Pay-TV-Kanal Eurosport 2 ausführlich aus Le Mans. Bereits ab Montag, 6. Juni, werden täglich unter dem Titel „24 Minuten vor Le Mans“ aktuelle Vorberichte und Hintergrundreportagen auf Eurosport gezeigt. Übertragen werden auch das Freie Training, das Abschlusstraining und das Warm-up. Etwa 15 Stunden des Rennens sind live auf dem Hauptsender zu sehen.

    Das sind die 24 Stunden von Le Mans
    Das 55 Fahrzeuge starke Starterfeld des 24-Stunden-Rennens von Le Mans wird von zwei unterschiedlichen Sportfahrzeug-Kategorien gebildet: Sportprototypen und modifizierte Seriensportwagen. Am Technischen Reglement des Langstreckenklassikers orientieren sich auch die europäische Le Mans Series (LMS) und die American Le Mans Series (ALMS). Alle Rennwagen starten in Le Mans gleichzeitig; es gibt eine Gesamtwertung und eine Wertung der einzelnen Klassen.

    Die vier Klassen in Le Mans
    Klasse GTE Pro: Die beliebteste Klasse der Fahrzeughersteller (bislang als GT2-Klasse ausgetragen) ist traditionell am stärksten besetzt. Modifizierte Seriensportwagen mit bis zu 500 PS und einem Mindestgewicht von 1.245 Kilogramm.

    Klasse GTE Am: Wie GTE Pro, aber 2010er-Fahrzeug-Spezifikation. Außerdem darf pro Auto höchstens ein per Reglement definierter Profifahrer eingesetzt werden.

    Klasse LMP1: Sportprototypen mit bis zu 550 PS und einem Mindestgewicht von 900 Kilogramm.

    Klasse LMP2: Sportprototypen mit rund 440 PS starken, in der GT-Klasse homologierten Motoren und 900 Kilogramm Mindestgewicht.

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