Motorsport Magazin Rhein-Berg
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    24h-Rennen Nürburgring 2011: Christian Schmitz freut sich auf die Erfüllung eines Traums

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    Welches Kind, dass in unmittelbarer Nähe des Nürburgrings geboren und groß geworden ist, träumt nicht davon auf der schönsten und längsten Rennstrecke der Welt Rennen fahren zu dürfen. Für das Gründungsmitglied des Motor Sport Club (MSC) Adenau, Johannes Scheid, ist dieser Traum sogar mehr als nur in Erfüllung gegangen. Unzählige Klassensiege, davon 3 Gesamtsiege und 5 Meistertitel in der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring und dem zweifachen Gesamtsieg beim ADAC 24h-Rennen Nürburgring sind am Ende seiner Karriere mehr als nur ein Traum vom Fahren auf dem Nürburgring.

    Auch MSC Adenau Pilotin Sabine Schmitz träumte bereits in jungen Jahren vom Rennen fahren auf der Nürburgring Nordschleife. Mit vielen privaten Runden im Rahmen des Touristenverkehrs fuhr sie Runde um Runde mehr an Erfahrung ein. In den 1990-iger Jahren sollte sich dieser Traum dann erfüllen. Nach dem Gewinn im Ford Fiesta Mixed Cup wurde sie zuerst BMW Werksfahrerin und durfte in der DTC ihre Runden drehen. Parallel dazu wurde sie die weit über den Nürburgring hinaus bekannte BMW Taxifahrerin vom Ring. Mit Johannes Scheid holte sich die erfolgreichste Pilotin am Ring nicht nur die VLN Meisterschaft, sondern gewann auch zwei Mal das 24h-Rennen Nürburgring.

    In diese Fußstapfen möchte nun auch ein weiteres hoffnungsvolles Motorsporttalent, dass unweit der Döttinger Höhe in Herresbach groß geworden ist, treten: MSC Adenau Nachwuchstalent Christian Schmitz.

    Christian träumte auch vom Rennen fahren auf der Nürburgring Nordschleife und begann seine Karriere im Jahre 2002 mit dem Eintritt in die Jugendgruppe des MSC Adenau. Im Kart Slalom Sport fuhr er seine ersten Meter und nahm auf Grund seines besonderen Talents auch gleich an der ADAC Mittelrhein Kart Slalom Meisterschaft teil. Im Jahr 2003 fuhr er bereits zum ersten Sieg seiner noch jungen Karriere und qualifizierte sich auf Anhieb für die Rheinland Pfalz Meisterschaften. Im Jahr 2005 dann die ersten großen Erfolge mit dem Gewinn der ADAC Mittelrhein Meisterschaft und dem Gewinn der Kreismeisterschaft Ahrweiler. Im Jahr 2006 wiederholte Christian nicht nur seine Erfolge, sondern konnte neben der Titelverteidigung in der ADAC Mittelrhein Meisterschaft sowie Kreismeisterschaft Ahrweiler, mit dem Gewinn der Rheinland Pfalz Meisterschaft noch einen weiteren hochwertigen Titel erringen. In den Folgejahren gelangen ihm außerdem weitere Qualifikationen zur Südwestdeutschen und Deutschen Meisterschaft, die er stets mit Top Ergebnissen bestätigte. Im Jahr 2008 beendete Christian seine hervorragenden Kart Slalom Jahre mit insgesamt 23 Siegen.

    Parallel begann Christian im Jahr 2007 mit dem Automobilslalomsport in der ADAC Mittelrhein Nachwuchsklasse, dem ADAC Walkenbach Slalom Cup. Auch hier sorgte er bereits bei der ersten Veranstaltung für Aufsehen, als Rookie gewann er diese auf Anhieb. Im ersten Jahr sollte es mit vielen weiteren Podiumsplätzen dann Platz vier in der mit über 30 Teilnehmern stark besetzten ADAC Mittelrhein Meisterschaft werden. Das Jahr 2008 begann wie das Jahr 2007 mit einem Sieg bei der ersten Automobilslalom Veranstaltung im ADAC Walkenbach Slalom Cup. Auch der zweite und die folgenden Wertungsläufe gingen an den MSC Adenau Nachwuchspiloten Christian Schmitz. Am Ende der Saison 2008 wurde er nicht nur überlegener ADAC Mittelrhein Meister, sondern stellte auch einen neuen Rekord in dieser Meisterschaft auf: 10 Starts = 10 Siege !
    Darüber hinaus belegte er bei der Deutschen Meisterschaft in Oschersleben den 4. Platz bei über 92 Teilnehmern.

    Im Jahr 2009 konzentrierte sich Christian auf seine berufliche Ausbildung und absolvierte, mit Unterstützung der Firma Stahlbau Nett aus Meuspath, in Vorbereitung auf seine weitere motorsportliche Laufbahn bei der Motorsport Akademie Nürburgring Lizenz- und Nürburgring Nordschleifen Lehrgänge.

    Im Frühjahr 2010 wurde er bei der deutschlandweit ausgeschriebenen DMSJ Nachwuchssichtung als Sieger in das DMSJ Youngster Racing Team 2010 / 2011 aufgenommen. Nachdem er es in das DMSJ Youngster Racing Team der Motorsport Akademie Nürburgring geschafft hatte, wurden die ersten Einsätze auf Honda Civic in der RCN und VLN gefahren. David Ackermann vom rent2drive Racing Team, powered bei Scheid Motorsport, ermöglichte ihm auf Grund seiner engagierten Mithilfe im Team seine ersten beiden Einsätze in der VLN auf BMW M3 in der Klasse V5. Hierbei zeigte er eine solch tolle Leistung, das sein DMSB Pate und Mentor Johannes Scheid ihn im eigenen Team fahren lassen wollte. Leider scheitere dieser Einsatz an fehlenden Sponsorgeldern, aber der erste Traum vom Rennen fahren auf der Nürburgring Nordschleife hatte sich erfüllt.

    Im Jahr 2011 startete Christian Schmitz in Vorbereitung auf den Saisonhöhepunkt, das ADAC Zurich 24h-Rennen Nürburgring, zunächst im DMSJ Youngster Racing Team auf Honda Civic, bevor es im Team Kissling Motorsport auf Opel Astra OPC weiterging. Sein erster Einsatz auf diesem Fahrzeug fand somit turnusgemäß erst beim 4.VLN Lauf statt.
    Und dieser Einsatz sollte nicht der einzige an diesem Tag bleiben. Der zweite Einsatz erfolgte auf dem unbekannten Audi S3 des Teams ProSport Performance. Teamchef Christoph Esser hatte ihm, in Verbindung mit der Firma Stahlbau Nett, diesen Einsatz ermöglicht, da er bei Testfahrten auf dem Porsche Cayman einen hervorragenden Eindruck hinterlassen hatte.

    An diesem Renntag musste er gleich zwei neue Fahrzeuge und ein für ihn unbekanntes Fahrzeugkonzept mit Wippenschaltung am Lenkrad kennen lernen. Nach nur jeweils zwei Runden auf den beiden Fahrzeugen fuhr er schnelle und konstante Rundenzeiten. Für den Schlussturn auf dem Audi S3 gab es eine Freigabe des Teams so schnell als möglich fahren zu dürfen und dies tat Christian mit der Tagesbestzeit und der zweitschnellsten jemals gefahrenen Zeit auf diesem Fahrzeug. Mit diesen Top Ergebnissen, nach nur wenigen Rennrunden, konnte er sich mehr als nur positiv und eindrucksvoll in Szene setzen.

    Beim fünften VLN Lauf machte Christian dort weiter wo er 14 Tage vorher aufgehört hatte. Zunächst konnte er im Opel Astra OPC des DMSJ Youngster Teams wieder mit schnellen und konstanten Rundenzeiten überzeugen, was sehr zum guten Teamergebnis beitrug. Der zweite Einsatz des Tages erfolgte auf dem Audi S3 des Teams ProSport Performance. Bereits in der ersten Runde nach dem Fahrerwechsel fuhr er die Tagesbestzeit, die nochmals über eine Sekunde schneller war als die schnellste Zeit beim vierten VLN Lauf. Diese konnte Christian in der nächsten Runde nochmals um über drei Sekunden verbessern, bevor er zwei Runden vor Rennende eine neue schnellste Runde, die nochmals um über eine Sekunde schneller war, markierte. Leider wurde diese Runde in der Wertung nicht mehr berücksichtigt, da kurz danach das Rennen durch die Rote Flagge beendet wurde. In Zukunft wird es sicherlich noch weitere positive Mitteilungen diesbezüglich geben.

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