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    ADAC GT Masters 2011: Team Novidem Swissracing powered by Team Rosberg sammelt beim Rennen am Red Bull Ring wichtige Erfahrungen

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    Am vergangenen Wochenende (13.08. – 14.08.2011) gastierte die Rennserie der Supersportwagen – die ADAC GT Masters – erstmals am Red Bull Ring in Österreich. Das knapp 40 Wagen zählende Starterfeld nahm die rund 4,3 Kilometer lange Strecke am Freitag zunächst im freien Training und im Verlaufe des Nachmittags für zwei Qualifyings unter die Räder. Am Ende des Tages konnte das Team Novidem Swissracing powered by Team Rosberg einen 32. Startplatz für das Samstagsrennen und einen 25. Platz für den Start am Sonntag verbuchen. Die Pole besetzten die Teams von Reiter Engineering (LP600+) und MS Racing (SLS AMG).

    Was am Samstag folgte, war mit Sicherheit eins der denkwürdigsten Rennen der bisherigen ADAC GT Masters, in dessen Verlauf es zu dutzenden Drehern, skurrilen Manövern und einem Überraschungssieger kam. Das Schweizer Team um den Privatmann Pierre von Mentlen und den ehemaligen F1- und DTM-Piloten Markus Winkelhock blieb zwar von einem Abflug verschont, Pech hatte das Team Novidem Swissracing powered by Team Rosberg trotzdem.

    Schon zu Beginn des Rennens war die Strecke nicht gänzlich trocken, trotzdem starteten alle 37 Teams auf Slicks – ein Fehler, wie sich schon einige Minuten später zeigte. Denn es fing an zu regnen und die Strecke verwandelte sich in Folge dessen in eine Rutschbahn. Pierre von Mentlen erkannte als einer der ersten die Notwendigkeit auf Regenreifen umzustellen und kam früh an die Box. Schon zu diesem Zeitpunkt hatten sich einige Konkurrenten auf den Rasen oder ins Kiesbett gekreiselt. Von Mentlen indes begann nun mit den neuen, optimal auf den nun stärker werdenden Regen abgestimmten Reifen durchs Feld zu pflügen. „Das war genau die richtige Entscheidung. Alles oder nichts hieß das Motto. Immerhin starteten wir eh von ganz hinten“, erklärt der Teamchef seine Entscheidung. Noch bevor es zum Pflichtboxenstopp kam, hatte sich der Gaststarter-Porsche vom MRS Team PZ Aschaffenburg auf den ersten und der Audi R8 LMS GT3 mit Pierre von Mentlen am Steuer auf den 21. Platz nach vorne gekämpft. Was dann folgte, war neben einem unangefochtenem Sieg des Erstplatzierten und großem Pech für das Team aus der Schweiz, ein wahres Wasserballett am Eingang der Boxengasse. Hier stand das Wasser auf der Strecke und alle Fahrer auf Slickreifen drehten sich entweder vollständig oder mussten sich an die Boxenmauer „anlehnen“ um in der Spur zu bleiben. „Dank meiner Regenreifen hatte ich hier zwar keine Probleme, aber kaum hatte ich an Markus Winkelhock übergeben, bekam unser R8 einen „feindlichen Treffer“ bei dem nicht nur eine vordere Felge brach. Auch die Spur verstellte sich. Somit wurde ein dritter Boxenstopp nötig und auch danach konnten wir nicht wieder voll angreifen. Der Wagen fuhr einfach nicht mehr korrekt geradeaus“, kommentiert der etwas geknickte von Mentlen nach dem Rennen vom Samstag.

    „Ohne den zusätzlichen Stopp hätten wir im Regen noch viel weiter nach vorne fahren können“, so der Teamchef weiter. Am Ende landete der knallgelbe Audi des Schweizers immerhin noch auf dem 23. Rang (neu Plätze gutgemacht). Die Plätze zwei und drei gingen an  Team Heico (SLS AMG) und Phoenix Racing Pole Promotion (R8 LMS).

    Am folgenden Sonntag präsentierte sich die Steiermark dann von ihrer besten Seite. Sonnenschein und über 20 Grad stimmten Teams und Zuschauer wieder versöhnlich. Doch mit den besseren Streckenverhältnissen offenbarte sich auch die eigentliche Charakteristik des Red Bull Rings, die der TV Kommentator trefflich wiedergab: „Das ist einfach keine Audi-Strecke. Hier haben die schnellen SLS und Corvette klare Vorteile.“ Hinzu kam die ungünstige Einstufung der Audi R8 LMS GT3 durch die Balance of Performance (BoP). Gestartet mit recht kleinen Airrestriktoren fehlte es den Ingolstädter Rennern einfach an der nötigen Power, um ganz vorne mitzufahren. Auch das Team Novidem Swissracing powered by Team Rosberg konnte davon ein Liedchen singen. „Wir hatten extra den Flügel für maximalen Topspeed ausgerichtet, doch selbst das half nichts. Lediglich eine größere Reifenabnutzung war das Resultat. In Folge dessen mussten wir zusehen, wie uns ein SLS und eine Corvette auf der Geraden quasi stehen ließen. So macht das keinen Spaß“, kommentiert der Schweizer Finanzier das Rennen. Gestartet von Position 25 landete das Team auf einem enttäuschenden 28. Rang.

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