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    ILMC 2011: Audi vom Pech verfolgt in Silverstone

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    Gute Werbung für die ab 2012 ausgeschriebene neue FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft war das 6-Stunden-Rennen in Silverstone (Großbritannien) alle mal. Von der ersten Runde an erlebten die Zuschauer beim fünften Lauf des Intercontinental Le Mans Cup / ILMC faszinierende Duelle zwischen den Diesel-Sportwagen von Audi und Peugeot. Acht Runden benötigte Allan McNish im Audi R18 TDI mit der Startnummer 2, um den von der Pole-Position gestarteten Peugeot des Franzosen Sébastien Bourdais von der Spitze zu verdrängen. Mit dem Schwesterauto setzte Timo Bernhard Franck Montagny im zweiten Peugeot unter Druck, bis der Franzose ein anderes Fahrzeug touchierte und von der Strecke kreiselte.

    In der Folge überholten sich Allan McNish und Sébastien Bourdais an der Spitze mehrmals gegenseitig. Kurz vor Ende der ersten Stunde verlor die Start-Nr. 2 jedoch alle Chancen auf den Sieg, als der Audi-Pilot von einem GT-Fahrzeug getroffen wurde. Der Wechsel der vorderen linken Radaufhängung kostete sechs Runden und warf den R18 TDI #2 ans Ende des Feldes zurück. Obwohl das Lenkrad nach der Reparatur nicht mehr ganz gerade stand, kämpften sich Allan McNish und Tom Kristensen am Ende noch auf den siebten Platz nach vorn. Dass der Unfallgegner eine längere Stop-and-Go-Strafe absitzen musste, war jedoch nur ein schwacher Trost.

    Alle Hoffnungen von Audi ruhten in der Folge auf Timo Bernhard und Marcel Fässler im Audi R18 TDI, der sich ab der zweiten Stunde ein spannendes Duell um die Führung mit dem zweiten Peugeot lieferte.

    Besonders gut war die Leistung von Marcel Fässler, der in der dritten Stunde einen Rückstand von über 30 Sekunden auf Simon Pagenaud im Peugeot aufholte, den Franzosen überholte und sich an die Spitze des Feldes setzte.

    Nach dem Fahrerwechsel verteidigte Timo Bernhard die Führung, obwohl zuvor bei einer leichten Berührung zwischen Fässler und einem langsameren Prototypen das Heck des Audi R18 TDI #1 beschädigt worden war und dadurch an der Hinterachse etwas Abtrieb fehlte.

    Gravierender war aber die Tatsache, dass durch den Kontakt auch das rechte Rücklicht des R18 TDI abgerissen wurde. Reglement-bedingt musste das Team Joest beim nächsten Boxenstopp das Heckteil des Fahrzeugs wechseln. Dies gelang in Rekordzeit, der Zeitverlust von etwas mehr als einer Minute war aber rennentscheidend. Im Ziel fehlten Timo Bernhard und Marcel Fässler 89 Sekunden zum Sieg.

    Ergebnis (Top Ten:
    1. Bourdais/Pagenaud (Peugeot) 190 Rd. in 6:00.13,255 Std.
    2. Bernhard/Fässler (Audi R18 TDI) + 1.29,763 Min.
    3. Nicolet/Prémat/Pla (Oak-Pescarolo-Judd) – 5 Rd.
    4. Belicchi/Boullion (Lola-Toyota) – 5 Rd.
    5. Lahaye/Moreau/Ragues (Oak-Pescarolo-Judd) – 5 Rd.
    6. Collard/Tinseau/Jousse (Pescarolo-Judd) – 5 Rd.
    7. Kristensen/McNish (Audi R18 TDI) – 6 Rd.
    8. Montagny/Sarrazin (Peugeot) – 9 Rd.
    9. Fernandez/Primat/Klien (Lola-Aston Martin) – 11 Rd.
    10. Ojjeh/Lombard/Kimber-Smith (Zytek-Nissan) – 12 Rd.

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