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    24h-Rennen Le Mans 2012: Gleichteilekonzept im Audi R18 e-tron quattro und dem R18 ultra

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    Audi R18 e-tron quattroAudi startet diese Woche bei den 24 Stunden von Le Mans mit zwei unterschiedlichen Modellen – dem R18 e-tron quattro und dem R18 ultra. Dank der ausgeklügelten Konzeption bleibt der technische und logistische Aufwand für die beiden Modelle außergewöhnlich gering ¬– einige Überraschungen einbegriffen.

    Wenn Techniker und Logistiker sich auf die größte Veranstaltung des Jahres – die 24 Stunden von Le Mans – vorbereiten, mündet eine komplexe Vorbereitungsphase in die intensivste Woche des Jahres: Audi und das Team Joest sind bereit für das rund 5.000 Kilometer lange Rennen. Es wurde versucht, alle Eventualitäten vorherzusehen, der Tausch exponierter Teile immer und immer wieder geprobt, Ersatzeile auf Passgenauigkeit am späteren Einsatzfahrzeug geprüft, Notfallpläne für Reparaturen erstellt und ganze Baugruppen wie die Viertelfahrwerke am Chassis vormontiert.

    2012 tritt Audi mit zwei Modellen in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) an – dem R18 ultra und dem R18 e-tron quattro. Dieser Diesel-Hybridrennwagen in Le Mans unterscheidet sich in einigen Bereichen fundamental vom konventionell angetriebenen Modell. Zum Beispiel verfügt der e-tron quattro über eine elektrisch angetriebene Vorderachse zusätzlich zum herkömmlichen Hinterradantrieb, über eine Motor-Generator-Einheit (MGU) an der Vorderachse, einen Drehmassenspeicher, ein zusätzliches Kühlsystem und neue Detaillösungen.

    „Umso erstaunlicher ist es, dass unsere Techniker in hohem Maße ein Gleichteileprinzip verwirklicht haben“, hebt Dr. Ullrich die Leistungen seiner Mannschaft hervor. „Der R18 ultra ist überhaupt erst die Basis, die es möglich gemacht hat, den R18 e-tron quattro umzusetzen. Wenn wir die Gewichtsdifferenz zwischen unserem Le-Mans-Sieger von 2011, dem R18 TDI, und dem aktuellen R18 ultra nicht erreicht hätten, wären wir chancenlos gewesen. Denn wir mussten das gesamte Hybridsystem im Fahrzeug zusätzlich unterbringen. Und trotzdem war es das Ziel, noch unterhalb des Mindestgewichts von 900 kg zu bleiben, um einen gewissen Spielraum zu haben, das Fahrzeug mit Ballastgewichten auszubalancieren.“

    Diese doppelt anspruchsvolle Aufgabe hat Audi durch konsequente Konstruktion und Aufbaulogik bis ins Detail gemeistert. Nur ein Beispiel: Der Audi R18 ultra verfügt über exakt das gleiche Monocoque wie sein Schwestermodell, das unter anderem zwei Öffnungen für die vorderen Antriebswellen besitzt, die natürlich nur für den Allradantrieb quattro benötigt werden.

    Ein moderner Sportprototyp besteht aus rund 4.000 einzelnen Komponenten – von der Unterlegscheibe als einem der kleinsten Teile bis zu ausladenden Karosserieelementen wie der Heckhaube. Fast also sind die „Zwillinge“ für Le Mans eineiig – mit verblüffenden Konsequenzen. Würde es beispielsweise eine logistische Situation etwa bei einem Überseerennen erzwingen, nach einem Trainingsunfall ein beschädigtes Fahrzeug vor Ort neu aufzubauen, so wäre ein Tausch denkbar. Würde man einen unbeklebten R18 e-tron quattro neben einen ebenfalls carbonschwarzen R18 ultra stellen, könnten nicht einmal die Techniker von Audi Sport beide Autos äußerlich voneinander unterscheiden. Lediglich eine kleine Diode hinter der rechten Fahrertür signalisiert den Betriebszustand des Hybridsystems im R18 e-tron quattro.

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