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    Classic Days Schloss Dyck 2012: Sieben auf einen Streich

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    Schloss Dyck Classic DaysUnd wenn keiner kommt, dann fahren wir eben mit unseren eigenen Autos im Kreis„, so Rüdiger König, einer der Classic Days Mitbegründer vor sechs sieben Jahren. Es kam anders. Die Idee einer bunten, oktangeschwängerten Gartenparty für leichte und schwere Gasfüße kam und kommt erstaunlich gut an.

    Aus einem guten Grund wählte man dafür als Location Schloss Dyck. Das Wasserschloss im Rheinland ist fast 1000 Jahre alt und braucht fortlaufend Unterstützung zur Restaurierung und zum Erhalt. Alle Überschüsse aus dem Kartenverkauf für die Schloss Dyck Classic Days gehen ausnahmslos an die Stiftung des Schlosses.

    Und immer wieder schafft es das Orga-Team der Classic Days, Rennfahrerlegenden und außergewöhnliche Fahrzeuge zum Schloss zu bringen und dort umittelbar erlebbar zu machen. Denn die Classic Days sind keine Veranstaltung mit Barrieren – ganz nah ran ist hier ganz normal, so auch wieder in diesem Jahr.

    Sir Stirling Moss als Ehrengast
    Neben legendären Rennfahrern wie Jochen Mass und Hans Herrmann wird bei den Classic Days 2012 als lang ersehnter Ehrengast Sir Stirling Moss zu Gast sein. Alle Fans des erfolgreichen 83-jährigen Engländers kommen so auch ohne Reise über den Kanal in den Genuss der Begegnung mit der Mille Miglia Legende von 1955. Das Mercedes-Benz Museum bringt einen 300 SLR Straßenrennwagen mit zum Schloss, den Manuel Fangio bei dieser Gelegenheit pilotierte und der baugleich mit Moss` legendärem Siegerwagen Nr. 722 ist.

    Zu Ehren von Sir Moss haben die Classic Days außerdem einen neuen Präsentationsbereich eingerichtet. Im „Motor Racing Legend„-Paddock werden zehn Fahrzeuge aus der bewegten Laufbahn von Moss ausgestellt – fast alle kommen zum Fahreinsatz. Dabei sind: Jaguar C-Type, Aston Martin DB3S, Cooper 500, Jaguar Mark VII, Porsche 550, Austin Healey und Ferrari 250 GT SWB. Fast alle sind originale Siegerfahrzeuge, bei denen Moss in seinen aktiven Jahren ins Volant griff. Weitere prominente Fahrer bei den Classic Days 2012: Dieter Glemser, Christian Geistdörfer und Erich Bitter. Hans Herrmann fährt den altesten Mercedes-Benz SL (Fahrgestellnummer 2) und feiert damit das 60-jährige SL Jubiläum. Es ist der 1952 gebaute Wagen in SL = Super Leicht Konstruktion. Dieter Glemser fährt das offizielle Mercedes-Benz Safetycar bei den Classic Days 2012.

    Napier Bentley und Dr. Maybach
    Noch älter als Sir Moss, und noch älter als seine Legenden-Fahrzeuge im neuen Paddock, sind die Hubraummonster, die auf der Rundstrecke ihre Spuren in den Asphalt brennen werden. Mit 24 Liter liegt der Napier Bentley von 1927 von Chris Williams aus England (bekannt durch seine stilechten Auftritte mit Bowler-Hat) mit seinem mächtigen Napier Sea Lion Flugzeugmotor und einem Drehmoment von 1.400 NM (zum Vergleich: Ein Bugatti Veyron hat 1.150 NM) nur ganz knapp vor „Dr. Maybach“, einem Fahrzeug aus dem Museum Sinsheim, welches von Hermann Layher pilotiert wird. Dr. Maybach schöpft „nur“ 19,5 Liter Hubraum aus einem Maybach-Flugzeugmotor auf Mercedes-Fahrgestell. Wäre es  bei den Classic Days nicht August, sondern schon November, die Bäume der langen Berg-Ahornallee auf dem Rundkurs würden Ihre Blätter bei der Vorbeifahrt der beiden Monster ängstlich abzittern.

    Mercedes Benz Jubiläum – Mythos SL
    Kaum eine Baureihe, kaum ein Fahrzeugtyp aus Untertürkheim hat mehr Mythos als der„Super Leicht„. Für Le Mans und den Rennsport Anfang der fünfziger Jahre entwickelt, mit Aluminium-Karosserie, Gitterrohrrahmen, nicht immer mit Flügeltüren, aber fast…. der SL ist Ikone und Rennfahrzeug zugleich. Mercedes-Benz verlieh dem Wagen 1952 – also genau vor 60 Jahren – Flügel und schuf ein überaus erfolgreiches Rennfahrzeug. Carrera Panamericana, Le Mans, Mille Miglia, ob Straßenrennen oder Langstrecken-Prüfungen, die „Flügel“ und ihre Nachfolger begeistern Fans. Selbstredend wird zum Jubiläum des Mythos SL auch bei den Classic Days sehr feines Material von Mercedes-Benz Classic – Hauptpartner der ersten Stunde beim Motorfestival in Dyck – mit ans Schloss gebracht. Bei den Classic Days in diesem Jahr werden außerdem so viele Monoposto wie noch nie den Parkplatz des Schloss-eigenen Obstverkaufs für drei Tage in ein vollgepacktes Paddock unter Zelten verwandeln. Drei mal werden Stanguellini Formel Junior zu sehen sein. Fünf Cooper 500 erinnern an Stirling Moss und seine erste Begegnung mit dem Nürburgring 1952 – er fiel damals aus. Dazu kommen noch Formelrennwagen der Jahre bis 1961 und ausgesuchte Fahrzeuge bis Mitte der siebziger Jahre.

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