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    ADAC GT Masters: Porsche-Sieg durch Engelhart/Tandy im Herzschlagfinale

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    Traumwetter und ein Herzschlagfinale mit einem Türklinkenduell um den Sieg: Das ADAC GT Masters begeisterte die Fans auf dem Lausitzring mit einer spannenden Schlussphase. Christian Engelhart (25, Kösching) und Nick Tandy (27, GB / Team Schütz Motorsport) fuhren im Porsche 911 nach einem hart erkämpften Start-Ziel-Sieg mit 0,4 Sekunden Vorsprung vor dem Mercedes-Benz SLS AMG von Sebastian Asch (26, Ammerbuch)/Maximilian Götz (26, Uffenheim / MS RACING Team) über die Ziellinie. „Das war ein toller und sehr fairer Kampf“, waren sich nach dem Rennen sowohl Sieger Tandy wie auch Kontrahent Götz einig.

    Start-Ziel-Sieg für Porsche-Duo Engelhart/Tandy

    Zwei lange Safety-Car-Phasen prägten das erste von zwei ADAC GT Masters-Rennen auf dem Lausitzring. Von den beiden Rennunterbrechungen ließen sich Engelhart und Tandy allerdings auf dem Weg zum Sieg nicht aus dem Konzept bringen. Bereits nach der ersten Runde setzte sich das Safety-Car vor den von der Pole Position gestarteten Engelhart, nachdem Corvette-Pilot Andreas Wirth (27, Heidelberg / Callaway Competition) in der Startrunde von einem Gegner umgedreht wurde und mit dem Audi R8 von Christoper Haase (25, Kirchleus / Mamerow Racing) kollidierte. Nach dem Restart in der fünften Runde behauptete sich Engelhart trotz des starken Drucks von Lausitzring-Vorjahressieger Florian Stoll (31, Rickenbach /MS RACING Team) im Mercedes-Benz an der Spitze. Kurz vor dem Öffnen des Boxenstoppfensters ging dann das Safety-Car nach einem Unfall von Porsche-Pilot Christoph Schrezenmeier (41, Oberhaching, Team GT3 Kasko) abermals auf die Strecke. Schrezenmeier blieb ohne Blessuren, durch die lange Bergung des Porsche wurde das Rennen erst 13 Minuten vor dem Ende wieder freigeben.

    Die finalen 13 Rennminuten wurden dann für Tandy, der durch einen perfekten Boxenstopp den Porsche von Engelhart ohne Verlust der Führung übernahm, zu einem schweren Sprint. Die Verfolgerrolle des schwarz-gelben Porsche übernahm Maximilian Götz im Mercedes-Benz SLS AMG, den ein guter Boxenstopp von Platz vier auf die zweite Position nach vorn brachte. Im Zentimeterabstand jagte der schwarze Mercedes-Benz den Porsche über den Lausitzring. In den beiden finalen Runden setzte sich Götz zwei Mal neben Tandy, der Brite wusste die Attacken dank der besseren Traktion seines Porsche aber stets erfolgreich zu parieren und rettete seinen dritten Saisonsieg knapp vor Götz über die Ziellinie. Für Christian Engelhart, der durch den dritten Saisonsieg die Tabellenführung vor Asch/Götz übernimmt, war der Sieg vor allem eine Teamleistung. „Wir haben als Team heute einen super Job gemacht und mussten im Duell mit dem schnellen Mercedes in allen Bereichen an das Limit gehen.“ Maximilian Götz war mit Platz zwei nicht unzufrieden. „Im Hinblick auf die Meisterschaft habe ich nichts riskiert. Ich konnte mich zwei Mal neben Tandy setzen, doch beim Herausbeschleunigen war er immer auf der besseren Linie.“

    Von einem Logenplatz beobachteten Robert Renauer und Nicolas Armindo das Duell um den Sieg. Das Porsche-Duo lag vom Start bis zum Rennende auf dem dritten Rang. ADAC Stiftung Sport Förderpilot Mario Farnbacher (20, Ansbach) und Niclas Kentenich (24, Neuss / Farnbacher ESET Racing) fuhren in einem weiteren Porsche 911 auf Rang vier. Fünfte wurden Dominik Baumann (19, A) und Hari Proczyk (36, A / HEICO Motorsport) in einem Mercedes-Benz SLS AMG vor ihren Teamkollegen Maximilian Buhk (19, Dassendorf)/Andreas Simonsen 22, S / HEICO Motorsport).

    Dolenc baut Tabellenführung bei Amateuren aus

    Einen weiteren Sieg in der Amateurwertung sammelte Swen Dolenc (44, Maulbronn / FACH AUTO TECH), der im Porsche 911 zusammen mit Martin Ragginger (24, A) als Siebter ins Ziel kam. Die Podiumsränge bei den Amateuren gingen an Porsche-Pilot René Bourdeaux (37, München / Team GT3 Kasko) und Kristian Poulsen (36, DK / Young Driver AMR) in einem Aston Martin V12 Vantage.

    Karl Wendlinger mit Pech in der Schlussphase

    Auf gutem Weg sein erstes ADAC GT Masters-Rennen in den Top-Zehn zu beenden war der ehemaligen Formel-1-Pilot Karl Wendlinger (43, A / Seyffarth Motorsport) im Mercedes-Benz SLS AMG. Zusammen mit Jan Seyffarth (26, Querfurt) lag Wendlinger in Sichtweite der Punkteränge, bevor der Österreicher nach einem Kontakt mit einem Konkurrenten den Flügeltürer drei Runden vor dem Rennende an die Box steuern musste. Das Duell der ehemaligen Formel-1-Teamkollegen Wendlinger und Heinz-Harald Frentzen (45, Neuss / Callaway Competition) in einer Corvette vertagte sich unterdessen auf das zweite Rennen am Sonntag: Frentzen kam am Samstag nach einer Kollision seines Teamkollegen Wirth in der Startrunde nicht zu einem Renneinsatz.

    Weitere Bilder vom 1. Rennen des ADAC GT Masters auf dem Lausitzring / Eurospeedway finden hier !

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