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    ADAC GT Masters: Das sind die Titelkandidaten 2012

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    Die Tabellenführer in einer Corvette: Diego Alessi (40, I) und Daniel Keilwitz (23, Villingen), Callaway Competition-Corvette, 151 Punkte

    Diego Alessi lässt Worten Taten folgen: Der Jurist aus Italien kündigte schon vor der Saison an, um Siege fahren zu wollen. Der Italiener zählt zu den größten Geheimtipps in der Sportwagenszene und ist seit vielen Jahren im GT-Sport aktiv. Im vergangenen Jahr, seiner Premierensaison im ADAC GT Masters, war Alessi schon schnell unterwegs, es fehlte aber an Konstanz und Rennglück. 2012 startete Alessi bisher in drei Rennen von der Pole Position. Wer ist Titelfavorit für Diego Alessi? „Ich glaube, der Porsche wird in Hockenheim sehr konkurrenzfähig sein. Von der Streckencharakteristik her sollte der Porsche 911 unser größter Konkurrent um den Titel sein und das Auto, das es in Hockenheim zu schlagen gilt.“

    Daniel Keilwitz fand nicht über den klassischen Rennfahrerkarriereweg, den Formelsport, in das ADAC GT Masters, sondern erlernte sein rennfahrerisches Handwerk in der ADAC PROCAR und der MINI CHALLENGE. Wie man Meisterschaften gewinnt, weiß der ruhige, aber schnelle Fahrer aus dem Schwarzwald noch aus der Saison 2010: Vor zwei Jahren gewann Keilwitz zusammen mit Callaway die FIA GT3-Europameisterschaft. Nun hat der 23-Jährige die Chance, seiner Erfolgsstatistik einen zweiten Titel hinzu zufügen. Wer ist Titelfavorit für Daniel Keilwitz? „Alle Fahrer, die aktuell noch im Titelrennen liegen, sind extrem stark und waren über die gesamte Saison hinweg schnell. Wer in Hockenheim die beste Arbeit macht, ist am Ende Meister. Einen Favoriten kann ich schlecht einschätzen.“

    Der Solist im Porsche: Christian Engelhart (25, Kösching), Team Geyer & Weinig – Schütz Motorsport-Porsche 911, 144 Punkte

    Der Porsche-Spezialist startet 2012 erstmals für eine komplette Saison im ADAC GT Masters und fährt gleich um den Titel. Schon der Einstand von Engelhart im ADAC GT Masters sorgte 2011 für Furore. Damals siegte er bei seinem Debütrennen auf Anhieb. Engelhart ist viel beschäftigt, der Student startet parallel zum ADAC GT Masters auch im Porsche Supercup. Da sich Engelhart den Porsche im Saisonverlauf mit den beiden Briten Nick Tandy (27) und Sean Edwards (25) teilt, ist der 25-Jährige der einzige „Einzelkämpfer“ im Meisterschaftskampf und wird in Hockenheim von Edwards unterstützt. Sein motorsportliches Handwerk lernte Engelhart zwei Jahre lang in der Formel BMW ADAC. Wer ist Titelfavorit für Christian Engelhart? „Ich setze auf die Corvette. Zum einen liegen Alessi/Keilwitz derzeit an der Tabellenspitze, zum anderen glaube ich, dass die Corvette in Hockenheim sehr gut funktioniert.“

    Die „Men in Black“ im Mercedes-Benz: Sebastian Asch (26, Ammerbuch) / Maximilian Götz (26, Uffenheim), kfzteile24 MS RACING Team-Mercedes Benz SLS AMG, 142 Punkte

    Sebastian Asch, der Sohn von Tourenwagenlegende Roland Asch, ist fester Bestandteil des ADAC GT Masters. In seiner vierten Saison im ADAC GT Masters wechselte Asch zu Mercedes-Benz. Der Marke, mit der sein Vater in der DTM in den 1990er Jahren bereits große Erfolge feierte. Asch junior schickt sich an, die erfolgreiche Familientradition mit der Sternmarke weiterzuführen und liegt 2012 erstmals bis zum Finale im Titelrennen. Von den sieben Titelkandidaten ist Asch der erfahrenste Pilot im ADAC GT Masters: Der Schwabe nimmt in Hockenheim seine ADAC GT Masters-Rennen 59 und 60 in Angriff. Wer ist Titelfavorit für Sebastian Asch? „Den Titel holen natürlich wir, daher muss die Frage lauten, wer der Vizemeister wird. Aber im Ernst: Als stärkste Gegner sehe ich die Corvette, aber auch der Porsche ist nicht zu unterschätzen, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Die Corvette hatte allerdings nicht immer die überzeugendste Haltbarkeit und hat in dieser Saison bei Regen auch schon Schwächen gezeigt. In dem Fall ist dann allerdings mit Porsche zu rechnen.“

    Maximilian Götz ist einer von vielen Fahrern aus der Nachwuchsförderung des ADAC. Im Jahr 2002 wurde Götz Vizemeister in der Formel BMW ADAC hinter Nico Rosberg. Ein Jahr später schlug der 26-Jährige Sebastian Vettel in der Motorsportnachwuchsschule des ADAC und holte den Titel. Auch in der Formel 3 trat Götz mit Ausnahmekönnern an: Teamkollege des Franken war damals Lewis Hamilton. Im ADAC GT Masters startet Götz in der zweiten Saison in Folge im Mercedes-Benz SLS AMG. Zusammen mit Teamkollege Asch hat sich Götz mit überlegter und konstanter Fahrweise in den Titelkampf gefahren, ist aber im ADAC GT Masters noch sieglos. Wer ist Titelfavorit für Maximilian Götz? „Eine schwierige Frage. Porsche und Corvette haben einen guten Topspeed und damit die bessere Chance auf erfolgreiche Überholmanöver. Unser Mercedes und auch der BMW ALPINA sollten hingegen im Motodrom ihre Stärken haben. Dort ist es allerdings wesentlich schwieriger zu überholen. Ich schätze die Corvette hoch ein. Sollte es regnen, rechne ich auch mit dem BMW ALPINA.“

    Die Außenseiter im BMW ALPINA B6: Dino Lunardi (33, F) / Maxime Martin (26, B), ALPINA-BMW ALPINA B6, 133 Punkte

    Als amtierender ADAC GT Masters-Champion hat Dino Lunardi als erster Fahrer die Chance, seinen Titel in der „Liga der Supersportwagen“ erfolgreich zu verteidigen. Der GT-Spezialist aus dem südfranzösischen Nimes zählt am Ende seiner zweiten kompletten Saison im ADAC GT Masters mit bislang sieben Siegen bereits zu den erfolgreichsten Piloten. Wer ist Titelfavorit für Dino Lunardi? „Asch und Götz sehe ich ganz vorne. Beide haben in der gesamten Saison auf jeder Strecke verstanden, immer an der Spitze zu fahren. Dazu haben beide bisher überhaupt keine Fehler gemacht, sonst hätten sie nicht so konstant punkten können. Dazu kommt, dass ich dem Mercedes-Benz in Hockenheim viel zutraue.“

    Maxime Martin ist derzeit Belgiens heißester Exportartikel in Sachen Rennsport und beweist in der ADAC GT Masters-Saison 2012, dass er nicht umsonst als einer der derzeit schnellsten GT-Piloten gilt. Nach zwei Jahren in der FIA GT1-Weltmeisterschaft wechselte Martin in das ADAC GT Masters und kann eine eindrucksvolle Bilanz vorweisen: Von seinen bisher 16 ADAC GT Masters-Rennen gewann der in Brüssel lebende Martin fünf. Wie Rennfahrersohn Sebastian Asch kennt auch Martin das Fahrerlager von Kindesbeinen an: Sein Vater ist die belgische Rennsportlegende Jean-Michel Martin. Auf das Talent des 26-Jährigen ist auch BMW aufmerksam geworden, die Martin nach dem Saisonende zu einem Test mit dem BMW M3 DTM eingeladen haben. Wer ist Titelfavorit für Maxime Martin? „Wir haben alle im Titelkampf noch eine gute Chance, in Hockenheim kann schließlich alles passieren. Wenn ich einen Tipp abgeben muss, setze sich allerdings auf die Mercedes-Benz Piloten Asch und Götz.“

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