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    WEC: Neues Regelwerk für die Saison 2014

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    Audi R18 e-tron quattroIn der Saison 2014 wird ein neues Reglement für die Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) und die 24h-Rennen  von Le Mans in Kraft treten. Die Vertreter von ACO, FIA, den Herstellern und Teams haben lange um die Details der neuen Regeln diskutiert, am Ende gibt es aber einen Entwurf, an dem sich voraussichtlich vor der endgültigen Verabschiedung kaum noch etwas ändern wird. Die Neuerungen betreffen Chassis, Aerodynamik, Motor und andere Bauteile der künftigen LMP1-Autos.

    Die Breite der neuen LMP1-Rennwagen darf zwischen 180 und 190 Zentimeter liegen, bislang waren Autos zwei Meter breit. Allein durch die Verkleinerung der Fahrzeuge erreicht man, dass die Fläche des glatten Unterbodens reduziert wird. Ein wichtiger Faktor, wenn man bedenkt, dass eben die Tatsache, dass ein bisheriger LMP1-Wagen rund neun Quadratmeter Fläche am Unterboden aufweist, das Abheben der Autos oftmals begünstigt hat.

    Die obligatorischen Löcher in den Radkästen werden bei einigen Fahrzeugen ähnlich aussehen wie bei den aktuellen Varianten, bei anderen wird man die Ausschnitte ab 2014 vergeblich über den Rädern suchen. Das künftige Regelwerk lässt nämlich zwei Lösungen zu. Entweder man platziert die Löcher – wie bisher – oben, oder man platziert entsprechende Aussparungen auf der Innenseite der Räder. Beide Lösungen haben Vor- und Nachteile.

    nteressante Heckpartien, die man in diesem Jahr ab dem WEC-Rennen in Silverstone am Toyota TS030 entdecken konnte gehören ab 2014 der Vergangenheit an. Die Entwickler von TMG aus Köln hatten einen Kniff angewendet, indem sie den äußeren Bereich des Heckflügels als Teil des Bodyworks auswiesen und das Leitwerk somit über den eigentlich maximalen Wert hinaus verbreiterten. Im künftigen Regelwerk heißt es explizit, dass keine Teile des Bodyworks mit dem Heckflügel verbunden sein dürfen.Der Heckflügel wird künftig 180 Zentimeter breit sein und somit – je nach Fahrzeugbreite – genauso breit oder fast so breit wie das gesamte Auto sein.

    An der Front spielt der Splitter beim Bau von Le-Mans-Prototypen seit jeher eine wichtige Rolle. In diesem Bereich gibt es auch 2014 erhebliche Einschränkungen, denn Breite, Überhang und Neigungswinkel sind klar definiert. Ebenso beim Diffusor gibt es kaum Spielraum. Die Größe und der Neigungswinkel sind ebenso festgeschrieben wie die Maximalzahl von zwei Finnen, die am wichtigen aerodynamischen Ende des Unterbodens verwendet werden dürfen.

    In Sachen Sicherheit geht man weitere Schritte. Vor allem die Sicht der Piloten aus den geschlossenen Prototypen (ab 2014 gibt es keine offenen LMPs mehr) soll verbessert werden, um im dichten Verkehr mehr Übersicht zu erlauben und somit Kollisionen zu verhindern, wie sie zuletzt oft vorkamen. Die Piloten rücken im Cockpit 80 Millimeter höher und 30 Millimeter nach vorn, was das Sichtfeld mehr als verdoppelt. Die in diesem Jahr besonders hellen Frontlichter dürfen ab 2014 eine noch zu definierende Helligkeit nicht übersteigen.

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