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    Bosch bringt das Internet ins Auto – Apps auf Open-Source-Plattform

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    Bosch Cadillac User ExperienceApps sind es, die moderne Smartphones und Tablet-PCs so interessant machen. Dabei steht der Begriff „Apps“ für Applikationen – unzählige hilfreiche Softwarepakete, mit denen mobilen Menschen Informationen und Kommunikation per Internet eröffnet werden. Seit der Erfindung von Smartphones wurden weltweit bereits zigtausende solcher Apps entwickelt. Sie lassen sich kostenlos oder für wenig Geld aus dem Internet herunterladen.

    Liefen die kleinen Helferlein bisher allein auf Apple- und Android-Geräten, so wird Bosch diese Welt speziell dem Autofahrer erschließen. „Mit unserer neuen Head-Unit für General Motors werden wir dem Autofahrer die Internetwelt öffnen, und zwar angepasst an die sehr spezielle Umgebung im Automobil“, sagt Dr. Uwe Thomas, Vorsitzender des Bereichsvorstands Car Multimedia bei Bosch. In dieser Technik steckt die große Erfahrung mit Kraftfahrzeugtechnik des weltweit größten Zulieferers für die Automobilindustrie. „Ein weiteres Highlight ist die einfache Bedienung mit der natürlichen Spracheingabe“ – so Thomas.

    Zentrale für Unterhaltung, Information, Kommunikation und Bedienung
    Über die Head-Unit in den GM-Fahrzeugen steuert der Autofahrer Audio- und Videosysteme, über USB und Bluetooth® angeschlossene Player, Smartphones, spezielle Fahrzeug-Notrufsysteme wie OnStar, Telematikdienste, den Hörfunkempfang per AM, FM, DAB, Sirius XM Satellite Radio oder zum Beispiel das Internetradio Pandora®, videobasierte Einparksysteme oder aber auch die Fahrzeugnavigation und nicht zuletzt die Klimaanlage. Kurz: alle denkbaren Infotainment- und Bediensysteme sind im Fahrzeug integriert. Darüber hinaus eröffnet die Head-Unit die Kommunikation der verschiedenen Systeme untereinander – ohne dass der Fahrer etwas dazutun muss. Er hat mehr Information, mehr Komfort und wird bei vielen Aufgaben entlastet. „Driving Convenience“ nennen das die Fachleute bei Bosch Car Multimedia.

    Bosch macht das Auto zum Internetteilnehmer
    „General Motors und Bosch haben mit ‚CUE‘ – Cadillac User Experience – gemeinsam eine neue Basis für automobile Infotainment-Systeme zur Serienreife gebracht“, erklärt Uwe Thomas. CUE ist das weltweit erste Fahrerinformationssystem, das mit einem Open-Source-Betriebssystem arbeitet. Das ist eine mobile Linux-Softwareplattform, die das Fahrerinformationssystem grundsätzlich den Ideen qualifizierter Software-Entwickler öffnet und damit eine riesige Welt von Programmen erschließt, wie sie heute Benutzern moderner Tablet-PCs und Smartphones zur Verfügung steht.

    Zugleich schließt Bosch damit die Lücke zwischen der kurzlebigen, attraktiven Welt der Apps und der langen Produktlebensdauer, wie sie für die auf Sicherheit bedachte Automobilindustrie typisch und notwendig ist. „Die mobile Open-Source-Plattform von Bosch wird die Brücke zwischen der hochzuverlässigen Automobiltechnik und der sehr schnelllebigen Softwarewelt für die mobile und multimediale Kommunikation“, erklärt Uwe Thomas. Damit kann der Autofahrer viele Bedienfunktionen seines Autos künftig individuell wechselnden Vorlieben anpassen – auch später nach dem Kauf des Autos hält er so sein Infotainmentsystem „ewig jung“. Und sogar der Gebrauchtwagenerwerber wird daran noch seine Freude haben.

    Auch für den Automobilhersteller öffnen sich neue Spielräume für individuelle Funktionen: Erst unmittelbar vor Auslieferung oder gar beim Autohändler lassen sich letzte Software-Updates problemlos einspielen. Beispielsweise um auf spezifische Wünsche seiner Kunden einzugehen, Ansprüche verschiedener Märkte zu erfüllen oder sinnvolle Korrekturen und Weiterentwicklungen nachzutragen.

    Bosch entwickelt und liefert die Head-Unit und damit die zentrale Bedieneinheit für Varianten in verschiedenen Automodellreihen von General Motors. Inzwischen werden die Cadillac-Modelle XTS, SRX und ATS des Modelljahrs 2013 auf dem nordamerikanischen Markt damit ausgestattet. Schritt für Schritt will der Automobilhersteller auch weitere Cadillac- Fahrzeugmodelle mit CUE aufrüsten. Die Bedieneinheit entwickelt sich zur Plattform für die gesamte Modellpalette von General Motors.

    CUE vereint vielfältige Infotainment-Funktionen
    Hinter dem Bedienkonzept CUE steckt das automobile Know-how von General Motors und Bosch, das Wissen um die sensible Schnittstelle zwischen Mensch und Technik. CUE wird den Autofahrer entlasten, ihn informieren und unterhalten, ihm Komfort bringen, ihn zugleich aber nicht vom Autofahren ablenken. Die verschiedenen Funktionen für Audio, Video, Navigation, Kommunikation oder automobile Komforttechniken bedient der Fahrer automobilgerecht per Touch Screen, über ein zentrales Bedienfeld, die Lenkradfernbedienung sowie per umgangssprachlicher Spracheingabe.

    Die Technik kommuniziert mit dem Fahrer über ein freiprogrammierbares Kombiinstrument, verschiedene Farbdisplays oder per Sprachausgabe über die Audioanlage. Dieses alles steuert die zentrale Bedieneinheit von Bosch. In der Premiumvariante arbeitet sie mit einem 3-Kern-Prozessor, verfügt über 32 GB Flash-Memory und 1 GB Arbeitsspeicher.

    Befehle sprechen, wie der Mund gewachsen ist
    Aus der Vielfalt raffinierter Funktionen der Bedieneinheit ist die natürliche Spracheingabe besonders hervorzuheben. Bisher musste der Autofahrer eine bestimmte Abfolge an Befehlsworten auswendig lernen, mit denen er die Technik bediente. CUE hingegen versteht ihn auch, wenn er mit der Technik spricht wie mit seinem Beifahrer. Aus dem Satz „Bitte David Schmidt im Büro anrufen“ leitet die Head-Unit ihre Aufgaben ab: Telefonnummern von David Schmidt suchen, seine Büronummer auswählen, diese an das Mobiltelefon weiterleiten, Freisprecheinrichtung aktivieren und die Mobiltelefonverbindung herstellen – und das alles in Sekundenschnelle. CUE-Sprachbedienung versteht seinen Fahrer auch, wenn er statt US-Amerikanisch etwa Deutsch oder gar einen Dialekt spricht.

    Oder der Fahrer sucht aus den 5 000 Musiktiteln auf seinem iPhone ein ganz besonderes Stück. War die Titelsuche bisher aufwendig und gelegentlich verkehrsgefährdend, so reicht heute der Satz „Spiele mir von Pink Floyd >>Dark Side of the Moon<<“ und schon sucht CUE das Stück aus dem iPhone heraus, schaltet die Audioanlage ein und Pink Floyd ertönt über die Audioanlage. Einfacher geht’s kaum.

    Natürliche Spracheingabe erleichtert die Bedienung ganz wesentlich
    Mit dieser Art der Spracheingabe erreichten die Bosch-Entwickler das Ziel, Autofahrern das Leben wesentlich zu erleichtern. Auch vermeidet CUE überflüssige Informationen, solange seine Dienste nicht gebraucht werden. Es reduziert die Anzeigen auf den Displays auf ein Minimum und versteckt sich hinter seinem schicken Design. Erst wenn der Mensch mit der Hand in die Nähe der Bedienpanels kommt, meldet sich CUE wieder zu Diensten.
    Die Bedienung ist denkbar einfach, jeder Autofahrer, dem Smartphones oder Tablet-PCs vertraut sind, wird intuitiv auch mit der Multi-Touch-Bedienoberfläche des CUE zurechtkommen. Die Bedienung kann mit Fingergesten wie Drücken, Auseinanderziehen, Schieben und anderen erfolgen – die Fachleute sprechen dabei beispielsweise von den Features Press, Drag, Nudge, Fling, von Swipe oder von Hold, Spread, Pich. Eine fühlbare Rückmeldung für seine Eingaben erfährt der Autofahrer durch einen dezenten mechanischen Impuls der Bedieneinheit.

    Vielfältige Schnittstellen
    CUE ist offen für die vielfältige Kommunikation mit externen Geräten und Medien. Bis zu zehn parallele Verbindungen über Bluetooth-3.0 und USB-Schnittstellen, iPod- und iPhone-Connectivity, ein SD-Kartenschacht, Bluetooth-Anbindung der Mobiltelefonie mit Sprachbedienung, Freisprechen mit Störgeräuschunterdrückung und die Möglichkeit nahezu alle gängigen digitalen Audio- und Videoformate zu lesen, auszuwerten und wiederzugeben. „Die Head-Unit von Bosch und die Cadillac User Experience von General Motors eröffnen dem Autofahrer eine neue Art der Kommunikation, Information und Bedienung im Auto“, fasst Uwe Thomas von Bosch die Innovation zusammen.

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