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    Erstmals in seiner gut 85-jährigen Geschichte könnte der Nürburgring in private Hände kommen

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    Nürburgring WinterschlafWie der Generalanzeiger aus Bonn berichtet klopfen etliche Interessenten bei den Sanierern der insolventen Rennstrecke an. „Wir haben schon etwa 30 bis 50 Interessenbekundungen bekommen. Fünf bis zehn davon sind sehr interessant“, sagte der Sprecher der Sanierer, Pietro Nuvoloni. Sachwalter Jens Lieser betonte: „Es ist kein Oligarch oder reicher Scheich darunter, der eine Privatrennstrecke will, sondern alle haben eine Beziehung zum öffentlichen Rennsport.“

    Der europaweite Verkaufsprozess starte Ende März oder Anfang April mit Anzeigen in großen Tageszeitungen. In der Überlegung seien Bedingungen wie etwa die Pflicht zur Öffnung der Rennstrecke an einer bestimmten Zahl von Tagen im Jahr für Breitensport, erklärte Lieser. In einem zweistufigen Verfahren könnten sich Interessenten informieren und Angebote abgeben – auch nur für Teile des Rings. Möglicherweise erbrächten mehrere Teilverkäufe eine höhere Geldsumme als die komplette Veräußerung.

    Laut den Insolvenzverwaltern könnte die Rennstrecke mit Absegnung der EU bis zu 480 Mio Euro beim Verkauf einbringen. Ob die Nordschleife ebenfalls dazu gehört, bleibt aktuell unklar. Die bisherigen Pächter Jörg Lindner und Kai Richter können ebenfalls Gebote abgeben, sie wären als Käufer zugelassen, obwohl ausstehende Pachtzahlungen an die staatliche Besitzgesellschaft erst zur Insolvenz der Nürburgring GmbH geführt hatten

    Unklar ist auch was mit den 300 Beschäftigen der Rennstrecke passieren soll. Sie sollen möglichst vom neuen Besitzer übernommen werden, doch ist die Arbeitsplatzgarantie nicht geklärt.

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