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    24h-Rennen Nürburgring: rent2Drive erfolgreich

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    rent2Drive BMW M3Mit zwei Fahrzeugen startete rent2Drive-racing bei der 41. Auflage des int. 24h-Rennen am Nürburgring. Trotz widrigster Witterungsbedingungen und einiger Turbulenzen brachte das Team beide Autos ins Ziel und eines sogar aufs Podium.

    Die Wetterprognosen verhießen über das Pfingstwochenende nichts Gutes: Dauerregen mit heftigen Gewittern und einem deutlichen Temperaturrückgang wurde auf allen Kanälen angekündigt. Wahrhaftig: Der Regen während des ersten freien Trainings am Freitagmorgen bestätigte die angekündigte Schlechtwetterfront. Grund genug für das Team rent2drive-racing, beide BMW M3 zunächst stehen zu lassen und sich in letzte Detailarbeit zu vertiefen.

    Zum ersten offiziellen Zeittraining rückte die rent2Drive-Flotte erstmalig aus, jedoch ausschließlich, um die geforderten Pflicht-Trainingsrunden abzuspulen. Teamchef David Ackermann: „In unserer Klasse ist der Startplatz beim 24h-Rennen eher nebensächlich, es ist eine reine Prestigeangelegenheit. Für uns ist es wichtig, die 24 Stunden problemlos durchzufahren. Damit kommt man von alleine weit nach vorne.“

    Auf dem Fahrzeug mit der Startnummer 173 starteten die „alten Hasen“ David Ackermann (Döttingen), Jörg Wiskirchen (Euskirchen), Carsten Welschar (Petershagen) und Jens Riemer (Espelkamp). Den zweiten BMW, mit der Nummer 172, wurde von Andrei Sidorenko (Rosengarten), Dimitry Lukovnikov (Moskau), Marc Jaussi (Stettlen/Ch) und Bernd Kleeschulte (Büren) pilotiert. Auf der 173 war die  Erfahrung vieler 24h-Rennen zu Gange  während es für Marc Jaussi und Dmitriy Lukovnikov auf der 172 das erste 24h-Rennen war. Nach dem zweiten Zeittraining am Samstagnachmittag waren die Positionen bezogen und das Team zufrieden: In der Klasse starteten die Fahrzeuge von den Plätzen sechs und zehn in das auf 24 Stunden angesetzte Rennen.

    Der Start am Sonntagnachmittag um 17 Uhr erfolgte gegen jede Wetterprognose im Trocknen: Pünktlich machten sich fast 180 Boliden auf den Weg, die Nordschleife zu bezwingen. Die beiden Startfahrer Jens Riemer auf der 173 und Bernd Kleeschulte auf der 172 machten im Getümmel der ersten Runden alles richtig. Teamchef Ackermann bestätigt: „Gerade beim 24h-Rennen ist es schwer seinen Platz zu finden und zunächst zu halten. Ebenso schwierig ist es für die Fahrer einen Rhythmus zu finden. Riemer und Kleeschulte haben alles korrekt gemacht und damit den Grundstein eines möglichen Erfolges gelegt.“ Dass es am Ende ganz anders kam, konnte zu diesem frühen Zeitpunkt noch niemand ahnen. Gegen 21 Uhr setzte Regen ein, zunächst in normaler Stärke, von Minute zu Minute jedoch heftiger werdend. Um 22:40 Uhr erreichte das Unwetter seinen Höhepunkt und die Rennleitung sah sich gezwungen, das Rennen abzubrechen. Derweil hatte rent2Drive-racing  Pech: Startnummer 173 rutschte im Streckenabschnitt Flugplatz infolge von Aquaplaning von der Piste, schlug vorne und hinten in die Leitplanke ein und schleppte sich mühsam in die Box. Dank der Unterbrechung hatten die Mechaniker Zeit zur Reparatur und tauschten die Radaufhängungen in Windeseile.

    Für insgesamt neun Stunden setzten die Verantwortlichen das Rennen aus. Teamchef Ackermann kommentiert: „Die Entscheidung war absolut korrekt. Das Rennen fort zu führen wäre zu riskant gewesen. An manchen Passagen hat man die Hand nicht vor Augen gesehen, an anderen Stellen stand derart viel Wasser auf der Strecke, dass selbst 100 km/h zu schnell waren.“

    Am Pfingstmontag um 08:00 Uhr konnten die Teams den Rennbetrieb wieder aufnehmen. Der Regen hatte zwar nicht nachgelassen, dafür war der Nebel verschwunden und durch das Tageslicht die Sicht deutlich besser. Im zwischenzeitlich deutlich gelichtet em   Starterfeld drehten die beiden BMW von rent2Drive-racing munter ihre Runden. Startnummer 173 fuhr bei langsam abtrocknender Strecke bis auf den dritten Platz vor, hatte jedoch Verfolger im Nacken. Ohne Erfolg, wie sich nach der Zieldurchfahrt um 17 Uhr herausstellte – die vier Fahrer konnten die gute Platzierung bis ins Ziel halten.

    Weniger Fortune hatte das Schwesternfahrzeug: Auf der extrem rutschigen Piste kam Fahrer Jaussi ins Schleudern und touchierte die Leitplanke. In langsamer Fahrt ging es Richtung Boxengasse, wo die Mechaniker warteten, um den Wagen zu reparieren. Danach konnte die Fahrt wieder aufgenommen werden, jedoch ohne Aussicht auf eine  vordere Platzierung. Kurz vorm Zieleinlauf stellte sich ein Folgeschaden des Ausrutschers ein, was einen erneuten Boxenstopp mit sich brachte. Auch jetzt arbeiteten die Mechaniker schnell und gekonnt, der BMW M3 ging zurück ins Rennen und schaffte aus eigener Kraft die Zieldurchfahrt auf Rang sieben liegend.

    David Ackermanns Resümee nach dem Rennen: „Ein kurzes 24h-Rennen liegt hinter uns – nur 15 Stunden sind wir gefahren, neun Stunden haben wir auf bessere Bedingungen gewartet. Ich bin stolz auf die gesamte Mannschaft; Unter den strengen Aufsicht von Johannes Scheid wurde schnell und präzise gearbeiteten und die Boxenstopps vorbildlich erledigt.  Einen besonderen Dank richte ich an Johannes, der unsere Autos wieder topvorbereitet hat und die Unfälle vorbildlich repariert hat.

    Aber auch die vielen fleißigen Hände im Hintergrund, die uns mit Essen und Getränken versorgten, die unsere Moral aufrecht hielten, uns die Daumen drückten und vor allem ein Danke an meine Familie, die komplett hinter dem Rennsport steht und mich die ganze Saison aktiv begleitet!

    Im Namen des gesamten Teams bedanken wir uns bei den Fans, die trotz Regen, Schlamm, Nebel und Kälte ausharrten, um uns anzufeuern. Wir freuen uns schon jetzt auf das Rennen 2014 und hoffen auf deutlich bessere Witterungsbedingungen.

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