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    11.Lauf der Ring Police DSFM Meisterschaft 2013 in Singapur

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    GRAB_000-1Am 18. August gastierten 12 Fahrer der DSFM auf dem 5.067 km langen Marina Bay Street Circuit im Hafengebiet des Stadtstaates Singapur. Das Layout des Stadtkurses kombiniert Hochgeschwindigkeitspassagen mit engen Kurven und anspruchsvollen Schikanen und sollte den Fahrern in 61 angesetzten Runden alles abverlangen. Mit seinen 26 Kurven gilt der Kurs als stark Reifen beanspruchende und anspruchsvolle Strecke die kaum fehlerfreie Runden zulässt. Für das Rennen konnte man darum mit einer hohen Anzahl Boxenstopps der Teams rechnen.

    Schmalenbach und Riedel in der ersten Startreihe

    Schon in der Qualifikation des mäßig besetzten Grids zeigte sich eine Drei-Klassen Gesellschaft. Die Zeitenabstände quer durchs Feld Betrugen über 4 Sekunden. Wie erwartet konnte sich Sebastian Schmalenbach die Pole Position holen. Er zeigte eine fehlerfreie Runde und wurde damit seiner Favoritenrolle gerecht. Der neu in die Saison eingestiegene Kevin Riedel legte zwar die erste Bestzeit vor, konnte aber am Ende den Favoriten nicht halten. Er beschrieb seine Leistung im Interview treffend „Ich hab mir nicht leicht getan und hätte 2-3 Zehntel schneller gekonnt. Hatte noch relativ wenig Training. Dennoch zufrieden mit Rang 2“. Riedel hatte sich im Vorjahr sowohl den Sieg in der Fahrerwertung als auch in der Teamwertung sichern können und war auch in den Jahren davor überaus erfolgreich in der DSFM unterwegs gewesen. Er bildete zusammen mit Teamkollegen Johann Schlegel das neue META SimRacing Team. Dieser qualifizierte sich in seinem insgesamt zweiten DSFM Rennen auf Position 4 und war damit auch in aussichtsreicher Position auf einen Podiumsplatz. Maurice Dücker zeigte bereits in vergangenen Läufen Potential um bei den Topfahrern mitzumischen und landete am Ende auf Startplatz 3. Die Top 5 komplettiere Dustin Dini der in Massimo Locatellos Abwesenheit heute einziger Vertreter des VMR Ring-Police Teams war.

    Keine Chance für Kevin Riedel – Highspeed Unfall mit havariertem Fahrzeug

    Schon beim Rennstart zieht Schmalenbach dem Feld davon. Riedel folgte mit etwas Abstand und konnte bis zu seinem ersten Stopp sogar kurzzeitig die Führung übernehmen. Sein Speed schien aber nicht ausreichend um Schmalenbach ernsthaft gefährden zu können. Maurice Dücker und Dustin Dini konnten ansatzweise dem Speed der ersten Startreihe folgen aber kamen mit anderer Boxenstopp-Strategie nie an die Führenden heran. Riedels Verfolgungsjagd wurde dann sogar Ende der ersten Rennhälfte ein jähes Ende gesetzt. Er krachte mit über 200 Km/h in der ersten Kurve nach Start/Ziel in das Fahrzeug von Günter Wirges, der nach einem Dreher unglücklich auf die Strecke schleuderte. Riedels Renner wurde dabei schwer beschädigt und er musste mit einem Reparaturstopp die Jagd auf den Führenden abbrechen. Wirges konnte wie durch ein Wunder die Fahrt wieder aufnehmen, war aber auf Grund der Beschädigungen nicht mehr in der Lage die bestmöglichen Rundenzeiten zu fahren. Er musste seinen Teamkollegen Andreas Behr ziehen lassen und begann auf Platz 9 liegend seine Verfolger im Auge zu behalten. Einer dieser Verfolger im Feld war Hansjörg Beck (Piranha Simracing. Er hatte es anfangs nicht leicht seine in der Startphase erkämpfte Position zu behaupten. Fehlte ihm doch der nötige Speed um wirklich konkurrenzfähig zu sein. Allerdings war Beck in der Lage, die VMR Jungs Behr und Wirges zu blocken. Aber nur bis kurz vor dem ersten Stopp. Dann musste er beide ziehen lassen und fiel auf Rang 11 zurück. Der Unfall von Wirges brachte Beck allerdings wieder nah an den VMR Piloten heran und es entwickelte sich ein spannendes Duell um die neunte Position. Der zweite Piranha-Pilot, Ruben Denker schied bereits in Runde 10 nach Fehler aus. Er kam beim Beschleunigen auf einen Randstein und drehte sich in die Bande. Die Beschädigung war trotz gesenktem Schadensmultiplikator zu groß um im Rennen noch Konkurrenzfähig zu sein und er gab auf.

    Das Mittelfeld konnte sich gut in Szene zu setzen

    Dies kam wiederum Michael Arens zu Gute, der scheinbar die richtige Abstimmung seines Boliden gefunden hatte. Er setzte sich mit überzeugenden Rundenzeiten immer wieder gut in Szene und rangierte im Rennen gar auf Platz 6/7. Eine gute Erklärung lieferte er gleich nach dem Rennen und er analysierte seine Leistung stolz „Wenn ich es richtig gesehen hab, hat mir HJ zu Beginn den Rücken freigehalten. Und ich bin auch teilweise wie im Rausch gefahren, keine Fehler oder Rutscher.“ Am Ende hieß es sogar Platz 5 für Arens, was seine bislang beste DSFM Saisonleistung war. Diese Platzierung erkämpfte er sich noch kurz vor Schluss in einem packenden Duell mit Daniel Lenz. Der Accelerit Racing Fahrer war nach einem Unfall in Runde 12 mit stark beschädigtem Auto unterwegs und konnte am Ende Platz 6 retten. Andreas Behr enteilte dem hinteren Drittel des Fahrerfeldes, konnte aber nicht so recht Anschluss ans Mittelfeld herstellen. Platz 7 hieß es am Ende für ihn. Sein Teamkollege, Günter Wirges konnte sich lange Zeit vor Hansjoerg Beck behaupten. Dieser nutzte dann jedoch einen Fehler von Wirges bei dessen Anfahrt zum letzten Boxenstopp. Mit einem Dreher beschädigte der sich den Frontflügel. Die Reparatur ließ seinen herausgefahrenen Vorsprung verschwinden und er musste seinem Verfolger den 9.Platz überlassen. Wirges also auf Platz 10 vor Norbert Zagozen, der als letzter ankommender Fahrer noch Meisterschaftspunkte sammelte.

    Auf dem Podium nichts Neues

    Der dominierende Fahrer der DSFM 2013 ist und bleibt Sebastian Schmalenbach. Er fuhr in Singapur seinen 8. Sieg im 11. Saisonrennen ein und blieb im Prinzip über die gesamte Renndistanz ungefährdet. Er kommentierte nach dem Rennen seinen Erfolg so „Ich hatte nur ein-zwei minimale Fehler und mir war nach dem ersten Stint schon klar, das ist ein sicheres Ding heute“. Dahinter feierte Maurice Dücker einen sehr guten zweiten Platz. Er war mit seiner 2-Stopp Strategie und konstanten Rundenzeiten erfolgreich und war natürlich Profiteur vom Missgeschick Riedels. Der Wiedereinsteiger und Vorjahressieger hatte dem Speed von Schmalenbach nichts entgegen zu setzen. Sein neues META SimRacing Team war erst zu diesem Rennen in die DSFM eingestiegen mit dem Ziel sich noch einmal mit den Top-Fahrern zu messen. Durch den unglücklichen Unfall war aber nicht mehr als der 3. Platz drin. Sein Team-Kollege Johann Schlegel kam mit einer Runde Rückstand auf den 4. Platz und sorgte damit dennoch für ein gutes Teamergebnis. Dabei waren beide Nutznießer des Motorschadens von Dustin Dini, der nur 3 Runden vor Schluss sehr unglücklich ausschied. Dieser war trotz des Ausfalls zufrieden mit seiner Leistung und spekulierte über seinen Ausfall nach dem Rennen „Ich hatte auch die letzten 10 Runden das Motorprogramm auf 1 heruntergestellt. Das einzige was ich mir erklären kann, ist eine schlechte Gang-Übersetzung, weil ich manche Schikanen in sehr hohen Drehzahlen gefahren bin.“

    Schmalenbach ist die Meisterschaft kaum noch zu nehmen

    Der führende Sebastian Schmalenbach liegt mit über 40 Punkten Vorsprung 4 Läufe vor Schluss in Front. Sascha Glatter, der in Singapur nicht angetreten war müsste auf Rang 2 der Fahrerwertung liegend beginnen Siege einzufahren und auf Ausfälle des Führenden hoffen. Der auch nicht angetretene Teamkollege von Schmalenbach, Lars Kober hält weiterhin Platz 3 in der Fahrerwertung. Auch in der Teamwertung scheint dies keine größeren Auswirkungen zu haben. Hier behauptet das EZT Germany Racing Team mit Schmalenbach und Kober weiterhin die Führung weil auch im Verfolgerteam nur Dücker punkten konnte. Das Ring Police Team um Dini und Locatello hat allerdings bei ihrer Aufholjagd auf den 3.Platz mit dem Ausfall von Dini einen kleinen Dämpfer erhalten. Glück für die Beiden, dass das vor ihnen Platzierte Piranha-Team um Denker und Sander gar keine Punkte einfahren konnte. Allerdings kommen sie nun unter Bedrängnis des Accelerit Racing Teams mit Lenz / Zagozen die nur noch 1 Punkt entfernt sind und aktuell auf Platz 5 liegen.

    Der LINK zur Aufzeichnung des Rennens auf YouTube: http://youtu.be/n20xOYI_r5Y

    Im nächsten Lauf geht’s nach Brasilien

    Am 1.September geht die Saison in die 12. Runde nach Sao Paolo. Der alte Kurs in Brasilien ist eine feste Größe im Rennkalender von Simracing Deutschland e.V. und die Fahrer freuen sich bereits darauf. Das Rennen am Sonntag wird ab 19:15 Uhr Live per Stream im Internet auf http://www.simracing-deutschland.de übertragen.

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