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    13. Lauf der Ring Police DSFM Meisterschaft 2013 in Ungarn

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    GRAB_000-1Für den 13. Lauf der Deutschen Formel Meisterschaft des Veranstalters Simracing Deutschland e.V. ging es auf den Hungaroring. Die Traditionsstrecke in Budapest gilt auf Grund ihrer vielen Kurvenkombinationen als anspruchsvolle Fahrerstrecke und sollte das sehr breit aufgestellte, jedoch kleine Fahrerfeld vor allem fahrerisch stark fordern. Auf den 70 Runden waren die Weichen für das KR-Competition Team um Sascha Glatter und Maurice Dücker voll auf Aufholjagd gestellt. Denn wie schon in Brasilien fehlte der meisterschaftsführende Sebastian Schmalenbach. Damit bot sich für Glatter die Möglichkeit den angewachsenen Punkterückstand in der Fahrerwertung zu verkürzen und die Meisterschaft erneut spannend zu machen.

    Der Druck auf den zweiten Titelaspiranten Glatter war in Ungarn groß. Musste er doch in Abwesenheit des führenden Schmalenbach einen Rennsieg einfahren um 3 Läufe vor Saisonende überhaupt noch eine Chance auf den Gesamtsieg zu haben. Er deklassierte seine Verfolger auch gleich mit einer Qualifikationszeit, die fast eine halbe Sekunde vor dem zweitplatzierten Teamkollegen Maurice Dücker lag. Damit war wie schon im vorigen lauf in Brasilien die erste KR-Competition Team Startreihe perfekt. Kevin Riedel schraubte seinen Boliden in letzter Sekunde auf den 3. Platz und er stand damit neben Lars Kober in der zweiten Startreihe. Startplatz 5 ging an Daniel Lenz vom Accelerit Racing Team der neben dem wieder teilnehmenden Klaus Seimetz in der 3. Reihe stand.

    Früher Unfall in der Spitzengruppe

    Vom Start weg zogen die beiden hellblauen KR-Competition Fahrzeuge an der Spitze des Feldes davon. Dabei ließ Glatter seinen Teamkollegen ziehen. Wie sich bald herausstellen sollte waren beide auf unterschiedlichen Strategien unterwegs somit war dies ein strategisches Manöver. Die Top 4 waren gerade dabei ihr Rennen aufzuziehen, als Kevin Riedel kurz nach Turn 6 in die Leitplanken krachte. Durch einen kleinen Fahrfehler war er zunächst zu weit aus der Kurve getragen worden und hatte sich beim Beschleunigen gedreht. Der Einschlag kostete ihn den Frontflügel und das beschädigte Fahrzeug das Mitspracherecht um die Podiumsplätze.

    Während sich die Topfahrer immer mehr absetzten, konnte das hintere Feld die Zeiten nicht richtig mitgehen. Das kleine Fahrerfeld teilte sich damit in 3 Gruppen auf, die sich immer weiter auseinanderzogen. Interessant machten es da auch die unterschiedlichen Strategien der Fahrer, die sich sogar Team intern unterschiedlich darstellten. So war zwischen einer 1-Stopp und einer 4-Stopp Strategie alles am Start. Auch hatten die Fahrer mit mehr Stopps öfters mit dem Problem des Verkehrs zu kämpfen, was gerade auf dieser engen Strecke nicht einfach zu lösen war. Die Verfolgergruppe um Kober, Seimetz und Lenz war auf der gleichen 2-Stopp Strategie und diese Fahrer begegneten sich dadurch mehrfach auf der Strecke. Zwischenfall dann als Daniel Lenz versuchte in Kurve 6 an Lars Kober vorbei zu gehen. An dieser mitunter gefährlichsten Stelle des Kurses war dieses Manöver nicht von Erfolg gekrönt und endete für den Accelerit Racing Fahrer im Kiesbett. Nach dem Rennen klärte Lenz auf „Ich hab’s dann nicht so wirklich clever angestellt und war im „5. Gang links Knick“ quasi neben Lars und wusste, dass das eine schlechte Idee war. Prompt bin ich auf der Wiese gelandet, drehe mich noch über die Strecke und konnte erst gefühlte 2cm vor der Leitplanke halten.“

    KR-Competition Team bestimmt das Geschehen in Ungarn

    Am Ende konnte Sascha Glatter seiner heutigen Favoriten Rolle mehr als gerecht werden und den Sieg auf dem Hungaroring nach Hause fahren. Teamkollege Maurice Dücker machte einen geplanten Stopp mehr und kam mit 22 Sekunden Rückstand auf Platz 2 ins Ziel. Das gute team-Ergebniss fasste er kurz so zusammen „Ein Doppelsieg fürs Team und wieder viele Punkte mitgenommen, denke mal das reicht“ Erst mit 40 Sekunden Abstand konnte sich Lars Kober noch den letzten Podiumsplatz sichern den er anschließend so kommentierte „Mehr als Platz 3 war heute eh nicht drin und darum bin ich sehr zufrieden“. Das war damit das maximal Mögliche und die Schadensbegrenzung fürs EZT Racing Team um die Teamwertung in Schmalenbachs Abwesenheit nicht zu gefährden. Klaus Seimetz hatte Lars Kober nach dem verlorenen gemeinsamen Boxenstopp nicht mehr halten können und musste sich mit dem 4.Platz zufrieden geben. Daniel Lenz sicherte sich trotz seinem „Ausflug“ ins Kiesbett den 5.Platz vor Kevin Riedel, für den mit einem beschädigten Fahrzeug einfach nicht mehr drin war. Michael Arens war als einziger Fahrer auf einer geplanten 4-Stopp Strategie unterwegs. Die Rechnung schien aufzugehen und er wurde mit einem wieder einmal beachtlichen 7. Platz belohnt. Stefan Zagozen war lange auf Tuchfühlung mit der Spitzengruppe. Aber dann bekam er zuerst eine Durchfahrtsstrafe und dann zwang ihn auch noch ein missglücktes Überrundungsmanöver zu einem zusätzlichen Reparaturstopp, der ihn am Ende auf Platz 8 zurück warf. Bester Piranha SimRacing Fahrer wurde Bernd Giehl auf dem 9.Platz. Sein Teamkollege Hansjörg Beck landete mit einer schnellen 3 Stopp-Strategie auf dem 11.Platz. Ein paar selbstverschuldete Fehler verhinderten eine Platzierung innerhalb der Top 10. Diese sicherte sich Brian Salzmann, der mit seiner 1-Stopp Strategie ein konstantes Rennen abspulte. Letzter ankommender Pilot war Pascal Schwarzkopf auf dem 12. Rang. Bemerkenswert: Im Rennen gab es keine Ausfälle. Alle Fahrer kamen ins Ziel.

    In Abwesenheit des führenden Sebastian Schmalenbach konnte Sascha Glatter sein Minimalziel erreichen und mit einem Sieg den Punkteabstand in beiden Wertungen verkürzen. Er muss aber immer noch auf Probleme des Führenden in den letzten beiden ausstehenden Rennen hoffen um noch eine Chance auf den Gesamtsieg zu haben. Lars Kober festigte seine 3.Position in der Fahrermeisterschaft gerät allerding immer mehr durch Maurice Dücker unter Druck, der erneut mehr Punkte holen konnte und einen klaren Trend nach oben erkennen lässt. Die Teamwertung sieht weiter das klare Duell an der Spitze zwischen EZT Germany Racing und dem KR-Competition Team. Das Accelerit Racing Team mit Lenz / Zagozen konnte sich durch die Abwesenheit des Piranha Thunder Teams auf Platz 3 nach vorne schieben.

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