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    Jann Mardenborough macht ersten Schritt in Richtung Formel 1

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    Red Bull Formel 1Jann Mardenborough wird in der kommenden Saison für das amtierende Meisterteam Arden International in der Nachwuchsserie GP3 an den Start gehen. Die mit Einheitsautos von Dallara und 400 PS starken 3,5-Liter-V6-Saugmotoren bestrittene Formel-Serie gilt neben der nächsthöheren GP2 als die Talentschmiede für künftige Formel-1-Fahrer. Als Vorbereitung auf die am 11. Mai 2014 in Barcelona beginnende Saison hat der Sieger der GT Academy 2011 ein intensives Förderprogramm bei Infiniti Red Bull Racing gestartet – dem Formel-1-Weltmeisterteam der letzten vier Jahre.

    2012 und 2013 deutete Jann Mardenborough in unterschiedlichen Rennfahrzeugen sein großes Talent bereits an. Neben erfolgreichen Einsätzen im Nissan GT-R Nismo GT3 und in der Formel-3-EM ragte der dritte Platz bei den letztjährigen 24 Stunden von Le Mans (zusammen mit Michael Krumm und Lucas Ordoñez) auf einem LMP2-Nissan-Prototypen heraus. Zu diesem Zeitpunkt lagen die GT Academy-Finalrunden erst zwei Jahre hinter ihm. 2014 begann Mardenborough bereits mit einem weiteren Erfolgserlebnis: In der mit 215 PS-starken Einsitzern ausgetragenen TRS-Serie in Neuseeland belegte er nach drei Siegen und sieben Podiumsplätzen Platz zwei – vier Punkte hinter dem Sieger.

    „Ich fühle mich nun bereit für die GP3”, freut sich Jann schon auf den Sprung in den fast doppelt so starken GP3-Monoposto. „Ich habe mich sehr gewissenhaft vorbereitet und genau das richtige Umfeld, um mich ganz auf den Motorsport konzentrieren zu können. Im letzten Jahr in der Formel 3 habe ich viel gelernt, sowohl im als auch außerhalb des Cockpits, mental und physisch. Das war eine wichtige Phase in meiner Entwicklung und ich bin sicher, dass mir die gesammelten Erfahrungen in der GP3 und auch darüber hinaus zugute kommen werden. Meine ersten Eindrücke vom Team Arden waren exzellent. Sie verfügen über sehr viel Erfahrung und haben eine beeindruckende Erfolgsbilanz. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit meinem Renningenieur Sean (McGill).

    Sein Handwerkszeug lernte Jann Mardenborough im Gegensatz zu den allermeisten Nachwuchsstars nicht im Kart-Sport, sondern allein durch die virtuellen Rennen auf der Sony PlayStation. Nachdem er sich bei der GT Academy 2011 gegen 90.000 Gegner durchgesetzt hatte, bestritt er sein erstes Rennen Anfang 2012 bei den 24 Stunden von Dubai auf einem Nissan 370Z. Nun genießt er die vielleicht hochkarätigste Nachwuchsschulung im gesamten Motorsport: das Infiniti Red Bull Racing Förderprogramm.

    Johnny Herbert, dreifacher Grand Prix-Sieger und Mentor der britischen Finalisten bei der GT Academy 2011, hat die Karriere seines Schützlings bis heute eng verfolgt. „Ich bin sehr beeindruckt, wie sich Jann seit dem Sieg bei der GT Academy weiterentwickelt hat“, sagt der Brite. „Das erste Jahr in der Formel-3-EM ist für jeden Neuling eine Riesenherausforderung – speziell für Jann, für den es das erste Jahr überhaupt in einem Formelrennwagen war. Und er trat gegen Jungs an, die schon auf mehrere Jahre Kart- und Formelauto-Erfahrung zurückblicken konnten. Dazu kamen seine Erfolge in den GT-Rennen mit Nissan und der Podiumsplatz in Le Mans.“

    Sein Talent habe jedoch nicht nur ihn allein beeindruckt, weiß der 49-jährige. „Immer mehr Talentsucher und Teammanager reden über Jann, Nissan und die GT Academy. Die Welt des Motorsports erkennt inzwischen, dass die GT Academy dem Sport erfolgreich und konstant frische Nachwuchskräfte zuführt. Die Erfolge von Jann und den anderen GT Academy-Gewinnern sind zugleich Ansporn für viele neue Konsole- und Motorsport-Fans, die ebenfalls Profi-Rennfahrer werden wollen. Die einzige Frage, die noch zu beantworten ist, heißt: „Schafft es ein Konsolespieler am Ende bis in die Formel 1?”

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