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    Formel 1: Die Strecke in Spa stellt Reifen auf eine harte Probe

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    Pirelli Formel 1 ReifenMit einem der faszinierendsten Rennen im Kalender setzt die Formel 1 nach der dreiwöchigen Sommerpause die Saison 2014 fort: dem Großen Preis von Belgien in Spa-Francorchamps. Für den Klassiker nominierte Pirelli den P Zero White (Medium) und den P Zero Yellow (Soft). Im Vergleich zum Vorjahr wurden somit zwei weichere Mischungen kombiniert, um das Spektrum möglicher Rennstrategien der Teams nochmals zu erweitern.

    Eine Runde in Spa ist über sieben Kilometer lang. Kein anderer F1-Kurs reicht an diese Dimension heran. Mit seiner einzigartigen Mischung aus schnellen Geraden, Highspeed- und Haarnadel-Kurven, rauem, unebenem Asphalt und einem recht hügeligem Streckenverlauf stellt der Circuit auch die Reifen vor eine ganz besondere Herausforderung. Hefti- ge Kräfte in Quer- und Längsrichtung belasten Fahrer und Technik, in der Senke der le- gendären Eau Rouge werden die Autos mit 1 G negativer Kompression zusammenge- staucht, während gleichzeitig eine Querbeschleunigung von rund 5 G auf ihnen lastet.

    Oftmals starke Wetterschwankungen, nicht selten mit heftigen Regenfällen, gehören ebenso wie häufig eher kühle Temperaturen zu den folkloristischen Merkmalen dieser großartigen Strecke. Gerne regnet es auch an einem Ende der Strecke, während gleich- zeitig über anderen Abschnitten die Sonne scheint. Daraus können vermehrte Einsätze des Safety Cars resultieren. Die Teams müssen also nicht nur eine wirkungsvolle Renn- strategie entwickeln, sondern zudem in der Lage sein, schnell auf sich verändernde Bedingungen zu reagieren. Aus diesem Grund wird in Spa die Flexibilität der Autos, Reifen und Fahrer in schöner Regelmäßigkeit bis aufs Äußerste gefordert.

    Jean Alesi, Pirelli Berater:

    „Spa ist einfach unschlagbar, wenn es um den Fahrspaß geht. Allerdings ist die Strecke auch ungemein schwierig, unabhängig davon, ob es regnet. Für die Reifen ist der Kurs ein echter Härtetest. Der Fahrbahnbelag ist sehr rau, der Abrieb entsprechend hoch. Als ich in der Formel 1 anfing, gab es noch Qualifying-Reifen. Es war ungemein schwierig, mit ihnen auch nur eine Runde zu beenden, ohne dass sich Blasen auf der Lauffläche bildeten. Wenn man die unmittelbar vor der Boxengasse liegende Bus- Stop-Schikane erreichte, waren die Reifen in der Regel bereits ziemlich mitgenommen. Das ist heute anders, denn die Reifen sind ungleich widerstandsfähiger als damals. Spa muss mit wenig Abtrieb gefahren werden. Andernfalls ist man auf den Geraden nicht schnell genug. Und besonders dort kann man Zeit gutmachen. Der raue Fahrbahnbelag wird bei Nässe zu einem Vorteil. Und es regnet hier wirklich oft. Doch selbst dann hat die Strecke noch ziemlich viel Grip.“

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