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    Nico Müller – 1. Pole im DTM Zirkus

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    Nico Müller #51: Frischer Wind

    2016 ist die dritte Saison für den Schweizer Nico Müller in der DTM – und die erste in seinem neuen Team, dem Audi Sport Team Abt Sportsline. Auf der Rennstrecke unschwer erkennbar am Playboy Bunny.

    Nico Müller holt sich seine erste Pole in der DTM- foto: art-of-speed.net

    Nico Müller holt sich seine erste Pole in der DTM- foto: art-of-speed.net

    Der mit 24 Jahren jüngste Audi-Werksfahrer hat in seinen ersten beiden DTM-Jahren viel gelernt. „Ich weiß inzwischen, dass es in der DTM auf viel mehr ankommt als den puren Speed, den bringen in der DTM alle mit“, sagt der Hobby-Jongleur, der sich mit Skilanglauf und Mountainbike-Fahren fit hält. „Es kommt vielmehr darauf an, jedes Puzzleteil richtig hinzubekommen. Das ist nicht so einfach in der DTM, weil wir nur wenig fahren und sich die Kräfteverhältnisse von Wochenende zu Wochenende ändern.“

    Seine ersten beiden DTM-Jahre hat Müller im Audi Sport Team Rosberg verbracht. Der Wechsel zum Audi Sport Team Abt Sportsline soll nun die Weiterentwicklung des Youngsters fördern. „Frischer Wind tut manchmal gut“, sagt Dieter Gass, Leiter DTM bei Audi Sport, der fest an das Potenzial von Nico Müller glaubt.

    Dieses Vertrauen möchte der 1,85 Meter große Schweizer in dieser Saison mit guten Ergebnissen am Steuer des schwarz-grauen Playboy Audi RS 5 DTM rechtfertigen. „Ich habe im Winter einige Tage bei meinem Team verbracht und viel Zeit in die Saisonvorbereitung investiert“, erzählt Müller. „Ich hoffe, das zahlt sich aus. Ich möchte bei ABT von Anfang an um Punkte fahren und im Laufe der Saison mein erstes DTM-Podium für Audi erreichen.“

    Einen großen Sieg hat Müller für Audi bereits erzielt: 2015 gewann er mit dem neuen Audi R8 LMS das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring, beim 24-Stunden-Rennen in Spa folge ein zweiter Platz. „Auch wenn die DTM bei mir absolute Priorität genießt, möchte ich meinen Sieg am Nürburgring natürlich verteidigen – und in Spa haben wir noch eine Rechnung offen.“

    In der DTM fährt Nico Müller mit der Startnummer „51“, mit der er in anderen Rennserien schon viele Erfolge gefeiert hat. „Mein Cousin hatte früher an seinem Kart die Nummer ‚50‘. Als ich sein Teamkollege wurde, war es nur logisch, die ‚51‘ zu nehmen“, erzählt der Audi-Pilot. „Ich habe mit dieser Startnummer viele Rennen im Kart und später auch den Titel in der Formel Renault gewonnen.“

    Sein neuer Teamkollege im Audi Sport Team Abt Sportsline ist für Müller ein alter Bekannter: „Miguel Molina war damals in Monteblanco beim Young Driver Test der erste Audi-Werksfahrer, den ich kennengelernt habe“, sagt der Schweizer. „Wir verstehen uns sehr gut. Ich habe Miguel auch schon zu Hause in Lloret de Mar besucht. Wir haben ein gesundes, freundschaftliches Verhältnis. Natürlich sind wir auf der Strecke Konkurrenten. Da gibt es keine Freunde und der Teamkollege ist immer der erste, den man schlagen will. Aber ich bin sicher, dass wir gut zusammenarbeiten werden.“

    Von allen DTM-Rennstrecken mag Nico Müller Zandvoort am meisten. „Zandvoort ist eben eine richtige Old-School-Strecke, die keine Fehler verzeiht. Dementsprechend ist der Adrenalinkick hoch. Man hat dort viele schnelle, flüssige Kurven. Es macht Spaß, dort zu fahren – ein Highlight im DTM-Kalender.“

    Auch über die baldige Rückkehr nach Budapest freut sich der Youngster: „Dort bin ich meinen ersten offiziellen DTM-Test gefahren. Ich habe viele positive Erinnerungen an die Strecke. Ich konnte dort in der GP3 und der World Series gewinnen und war 2014 auch in der DTM gut unterwegs. Ich mag die Strecke und die Atmosphäre.“

    Nicht nur das Team hat Müller gewechselt. Sein bisheriges privates Auto, ein Audi RS 6 Avant, ist einem Audi RS 7 gewichen. „Wenn wir schon so verwöhnt werden, alle Jahre etwas Neues auszuprobieren, sollten wir das auch nutzen“, sagt er. „Der RS 6 ist das beste Auto, das man sich für den Alltag vorstellen kann, wenn man sportlich unterwegs sein will. Das Auto ist genial. Aber der RS 7 ist ein Geschoss.“

    Dass Audi Sport inzwischen auch in der Schweiz als eigene Marke am Start ist, freut den Youngster besonders: „Dadurch wächst das Bewusstsein für die Sportlichkeit der Marke. Und vielleicht werden auch neue Leute motiviert, sich mal ein DTM- oder LMP-Rennen anzugucken – das wäre doch klasse.“

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