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    DTM: Großer Jubel beim Team Mücke!

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    Großer Jubel beim Team Mücke!

    Erst Poleposition, dann Sieg für Lucas Auer

    Großer Jubel beim Team Mücke; für den Berliner-Rennstall auf dem Lausitzring eroberte Lucas Auer die Pole-Position für das Sonntagsrennen. Mit 1:16.861 Minuten fuhr der 21-Jährige die schnellste Rundenzeit aller 24 DTM-Piloten. Eigentlich hatte das Team gleich doppelten Grund zur Freude, denn Christian Vietoris fuhr hinter Auer die zweitschnellste Zeit. In der Startaufstellung steht Vietoris allerdings nur auf Platz sieben. Er hatte im Qualifying Mattias Ekström blockiert und wurde dafür von den Sportkommissaren bestraft und wird in der Startaufstellung um fünf Positionen rückversetzt. Von der Strafversetzung profitiert BMW-Pilot Timo Glock. Der steht im zweiten Rennen des Wochenendes neben Auer in der ersten Startreihe auf Platz zwei. Bestplatzierter Audi-Pilot in der Startaufstellung ist Mike Rockenfeller auf Platz vier.

    Auer konnte Startposition halten und verteidigen |foto: aos

    Auer konnte Startposition halten und verteidigen |foto: aos

    Für Auer verlief das Rennen wie gemalt. Er erwischte einen extrem guten Start und hatte nach sieben Runde die entscheidende Lücke gerissen – sich mit 1,1 Sekunden Vorsprung aus dem DRS-Fenster zu seinen Verfolgern gefahren. In den übrigen 39 Runden leistete er sich keinen Fehler und setzte – wie so oft an diesem Wochenende, das 67.500 Zuschauer auf den Tribünen verfolgten – immer wieder deutlich schnellere Rundenzeiten, als die Konkurrenz.

    „Meine Pace war einfach sagenhaft. Mein Team hat am Boxenstopp einen sehr guten Job gemacht – ein fantastisches Rennen“,

    sagte Auer, der das Feld zwischenzeitlich mit knapp sieben Sekunden Vorsprung anführte und nach 46 Runden souverän gewann. Ein Sieg, dem ihm jeder im Fahrerfeld zu gönnen schien.

    Glock in Schlagdistanz bis zum Boxenstopp in Rd. 15 | foto: aos

    Glock in Schlagdistanz bis zum Boxenstopp in Rd. 15 | foto: aos

    Hier ist Auer in Runde zwei und Glock ist deutlich in Schlagdistanz. Bei Timo wurden alle Träume auf eine erneute Sektdusche beim Boxenstopp zerschlagen. Ein verkantetes Rad machte Probleme und ging nicht schnell genug runter und somit hat er wertvolle Sekunden liegen lassen müssen.

    Einer der ersten, der Auer gratulierte, war Mattias Ekström. Der Schwede wählte die gleiche Taktik wie in Spielberg – mit dem gleichen Erfolg: von Platz neun gestartet, fuhr als Zweiter über die Ziellinie. Wie am Sonntag in Spielberg blieb er vor seinem Stopp extrem lange draußen und nutze anschließend den Vorteil seiner frischen Reifen. „Wenn du eine gute Pace hast, kannst du dir so eine Taktik erlauben. Ich bin vor meinem Stopp volle Lotte gefahren, wusste, dass ich Reifen sparen muss“, so Ekström, der sich über den Großteil des Rennens ein Duell mit seinem Markenkollegen Jamie Green lieferte. Vor dem Stopp zog er an ihm vorbei, fiel nach seinem Service jedoch wieder hinter ihn zurück. In der 39. Runden kassierte er ihn erneut und nahm sofort den zweitplatzierten Robert Wickens ins Visier. Ende der langen Start-Ziel-Geraden dann das entscheidende Überholmanöver für Platz zwei.

    Eckström gratuliert Auer | foto: aos

    Eckström gratuliert Auer | foto: aos

    Wickens sah lange wie der sichere Zweite aus. Eine Position, die er sich dank eines sehr  guten Starts erobert hatte. Auf den letzten Runden bauten seine Reifen jedoch extrem ab, mit viel Mühe verteidigte er seinen Platz auf dem Podium gegen Jamie Green.

    „Wir sind sehr früh zum Boxenstopp gekommen. Dementsprechend haben sich meine Reifen am Ende verhalten. Gegen Mattias hatte ich absolut keine Chance. Insofern bin ich mit dem dritten Platz sehr glücklich“,

    sagte Wickens, der den Lausitzring als neuer Gesamtführender (58 Punkte) verlässt.

    Während Wickens Reifen abbauten, konnte man im Fall Timo Glocks vom absolutem Versagen der Pneus sprechen. Der BMW-Pilot büßte am Start seinen zweiten Platz an Wickens ein, hielt bis zu seinem Stopp in der 15. Runde jedoch gut mit. Der Service an der Box missglückte, im weiteren Rennen verschwand der nötige Grip zusehends – am Ende reichte es zu Platz zehn. So hatte unter anderem Marco Wittmann wenig Probleme an seinem Markenkollegen vorbeizugehen und im Ziel das beste BMW-Resultat – Platz sechs – zu verbuchen. Nicht genug Punkte, um die Gesamtführung zu verteidigen, aber immerhin genug (55 Punkte), um Platz zwei vor Ekström (46 Punkte) und Green (45 Punkte) zu halten.

    Für Paul Di Resta hingegen war es ein Wochenende zum Vergessen. Der Schotte war als Tabellenführer angereist. Sein Ausscheiden am Sonntag besiegelte seine Nullrunde in der Lausitz. Zu den Verlierern am Sonntag zählte auch Mike Rockenfeller. Der Audi-Pilot zuckte in seiner Startbox zu früh nach vorne. Ein Vergehen, das mit einer Drive-Through-Strafe belegt wurde. Der vierte Platz war futsch, das Rennen gelaufen. Auch der Sieger vom Samstag, Miguel Molina, hatte nicht viel zu lachen. Er krachte beim Überholversuch Augusto Farfus auf der Start-Ziel-Geraden ins Heck. Während sich der Brasilianer drehte und ausfiel, kassierte Molina die gleiche Strafe wie Rockenfeller.

    „Ich hatte Angst, dass mich noch jemand trifft. Das war ein wirklich harter, unnötiger Schlag“,

    sagte Farfus, für den das Rennen aufgrund der Schäden nach acht Runden beendet war.

    Maximilian Götz und Daniel Juncadella erblickten den Zielstrich ebenfalls nicht und sind neben Rookie Esteban Ocon die einzigen Piloten, die noch keinen Punkt im Jahr 2016 sammeln konnten. Ein Jahr, das nicht mit Spannung geizt: jeder Hersteller konnte bisher zwei Rennen gewinnen. In der Teamwertung liegen zwischen BMW auf Platz eins und Mercedes-AMG auf Rang drei nur 48 Punkte; die Lücke zwischen dem Achten Timo Glock und Spitzenreiter Wickens beträgt nur 20 Zähler.

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