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    DTM: Gerhard Berger von Mercedes-Ausstieg geschockt

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    Berger spricht vom „Keulenschlag“ und übt sich in Zweckoptimismus…

    [Quelle: www.sport1.de]

    Gerhard Berger von Mercedes-Ausstieg geschockt

    Gerhard Berger, Chef des DTM-Vermarkters ITR, ist über den bevorstehenden Ausstieg von Mercedes aus der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft schockiert.“Die Nachricht hat mich am Montag getroffen wie ein Keulenschlag“, sagte der frühere Formel-1-Pilot der tz und Auto Bild Motorsport. Mercedes hatte am Montag seinen Rückzug aus der DTM für Ende 2018 und den Einstieg in die Elektrorennserie Formel E angekündigt.Beim letzten DTM-Rennen in Moskau am vergangenen Wochenende habe es laut Berger zwar „gewisse Schwingungen“ gegeben, „aber richtig gewusst vom Mercedes-Ausstieg hat niemand was“.

    Gerhard Berger von Mercedes-Ausstieg geschockt

    Fotoarchiv: GEPA-051074464 – SHANGHAI,CHINA,05.OCT.07 – FORMULA 1, MOTORSPORT – Formula One Grand Prix of China, practice, Friday. Image shows co-owner Gerhard Berger (Scuderia Toro Rosso). Photo: GEPA pictures/ Mathias Kniepeiss

    Berger übt sich in Zweckoptimismus

    Im Bezug auf mögliche Konsequenzen für die gesamte Rennserie übte sich der Österreicher in Zweckoptimismus. „Jetzt muss man in die Hände spucken und die neue Situation als Herausforderung sehen, und man darf nicht in Panik verfallen“, sagte er: „Mercedes steigt ja nicht morgen aus, sondern erst Ende 2018.“

    Nach der Abschiedsankündigung von Mercedes hatten die Hersteller Audi und BMW bislang ein klares Bekenntnis zur DTM vermieden. Beide engagieren sich künftig auch in der Formel E. Auch die Verlängerung des TV-Vertrags mit der ARD scheint nach dem Mercedes-Ausstieg mehr denn je unsicher.

    Steht die DTM jetzt gar vor dem Aus?

    Die Konkurrenten vermeiden ein klares Bekenntnis.

    Die Automobilhersteller Audi und BMW haben nach der Rückzugsankündigung von Konkurrent Mercedes-Benz aus der DTM zum Ende der Saison 2018 ein eindeutiges Bekenntnis zur Tourenwagenserie vermieden.

    „Die Konsequenzen für Audi und die DTM sind adhoc nicht absehbar“, sagte Dieter Gass auf SID-Nachfrage. Es gelte nun, „diese neue Situation mit allen Beteiligten zu analysieren, Lösungen zu finden und etwaige Alternativen zur DTM zu bewerten.“

    Zugleich unterstrich Gass allerdings, das „Engagement im internationalen Top-Tourenwagen-Sport“ sei für den Ingolstädter Konzern „ein wichtiger Bestandteil der werkseitigen Motorsport-Strategie.“

    BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt teilte auf SID-Nachfrage mit, man werde „diese neue Situation nun bewerten“. Sowohl Gass als auch Marquardt bedauerten den Rückzug des Konkurrenten, der in 26 von 31 Saisons in der DTM vertreten war und dabei bislang zehn Fahrertitel sowie 13 Markentitel gewann.

    DTM braucht drei konkurrierende Hersteller

    Die Verantwortlichen hatten sich nach der Rückkehr von BMW 2012 darauf geeinigt, dass die Serie mindestens drei konkurrierende Hersteller benötigt.

    Auch der Träger und Vermarkter der DTM „bedauert den Schritt von Mercedes. Wir müssen die Entscheidung sportlich fair respektieren“, teilte die ITR (Internationale Tourenwagen Rennen) mit.

    Der DTM-Vermarkter ergänzte: „Die DTM ist eine der bedeutendsten Tourenwagen-Serien der Welt. Mercedes hat den Ausstieg mit weitem Vorlauf angekündigt. Damit bleibt der ITR Zeit, die Situation zu analysieren und ein tragfähiges Konzept für die Zukunft aufzusetzen.“

    Schumacher kritisiert Ausstieg

    Kritik kommt vom früheren Formel-1-Star Ralf Schumacher. Er wertet den überraschenden Ausstieg von Mercedes als „herben Schlag für den deutschen Motorsport“.

    Der 42-Jährige, der von 2008 bis 2012 für die Stuttgarter in der DTM hinter dem Steuer saß, sagte dem SID weiter: „Ich hoffe, Gerhard Berger (Chef von Vermarkter ITR; d. Red.) hat einen Plan B. Daran müssen jetzt alle arbeiten. Die DTM ist eine tolle Plattform für viele Fahrer. Ein Aus wäre ein herber Verlust.“

    „Überrascht“ zeigte sich Schumacher über die Begründung des Schrittes durch Mercedes, da er die DTM nach wie vor als Nummer zwei im Motorsport sieht.

    Mercedes steigt 2018 aus

    Mercedes hatte am Montagabend angekündigt, sein Engagement in der DTM zum Ende der kommenden Saison zu beenden und stattdessen ab 2019 in der Elektroserie Formel E werkseitig an den Start zu gehen.

    Durch die „strategische Neuausrichtung“ will Mercedes, das zudem mit großem Erfolg seit 2010 in der Formel 1 mit einem Werksteam tätig ist, seine Position im Bereich Elektromobilität stärken. Auch Audi (ab der Saison 2017/18) und BMW (ab 2018/19) engagieren sich zukünftig in der Formel E.

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