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    Fazit Testtage in Hockenheim

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    Fazit Testtage in Hockenheim – Wehrlein war der Fleißigste und Spengler der Schnellste. Die Generalprobe ist geglückt. Audi, BMW und Mercedes-AMG haben die vier Testtage auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg erfolgreich genutzt, um sich intensiv auf den Saisonstart (4.–6. Mai) vorzubereiten. Insgesamt spulten die 18 Fahrer der drei Hersteller von Montag bis einschließlich Donnerstag in 4.629 Runden 21.173 Kilometer ab.

    Fazit Testtage in Hockenheim - Markentreffen in der Sachskurve

    Markentreffen in der Sachskurve | foto: aos

    „Kilometerfresser“ Wehrlein

    Die Wochenbestmarke setzte BMW-Pilot Bruno Spengler mit einer Zeit von 1:32,089 Minuten am Mittwoch. „Das Auto hat sich gut angefühlt. Angesichts der Kürze der Zeit haben wir einen super Job gemacht. Ich freue mich jetzt auf das erste Rennen“, sagte der Kanadier. Als „Kilometerfresser“ betätigte sich Pascal Wehrlein, dessen Bestzeit bei 1:32,169 Minuten lag. Der Mercedes-AMG-Pilot kam auf 319 Runden, was einer Distanz von 1.459 Kilometern entsprach. Der Champion von 2015 nahm am Montag zum ersten Mal nach seiner Rückkehr wieder in einem DTM-Auto Platz. „Die Umgewöhnung von der Formel 1 auf die DTM funktionierte recht schnell. Mein Gefühl war auf jeden Fall positiv. Hockenheim kann definitiv kommen.“

    Einer der schnellsten und zugleich fleißigsten Fahrer war Robin Frijns. Der Niederländer fuhr im Audi in 1:32,134 Minuten die zweitbeste Zeit der viertägigen Tests und absolvierte insgesamt 303 Runden (1.386 km). Der DTM-Neuling verpasste somit die Bestzeit von Spengler nur um 45 Tausendstelsekunden. „Der Test war vielversprechend. Nachdem es in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch geregnet hatte, war die Strecke am Mittwochmorgen am schnellsten. Davon habe ich bei meinen Qualifying-Simulationen profitiert. Aber auch die Long-Runs, Startübungen und Boxenstopps haben mir viel gebracht“, sagte Frijns.

    Pechvogel vorm Saisonstart – Daniel Juncadella

    Die wenigsten Runden drehten Daniel Juncadella (176) und René Rast (194). Der Spanier hatte sich gut eine Woche vor dem Abschlusstest bei einem Unfall mit dem Mountainbike das Schlüsselbein angebrochen. Dennoch legte der Mercedes-AMG-Pilot am Dienstag auf Anhieb 121 Runden zurück. „Ich bin ohne Schmerzen viele Runden gefahren. Es ist klasse, dass ich nur zehn Tage nach meiner Verletzung schon wieder so fit bin. Das ist die wichtigste Nachricht der Testfahrten für mich“, sagte Juncadella. Champion Rast konnte am Dienstag aufgrund eines Getriebeproblems an seinem Audi nur 79 Runden fahren. Dafür gelang dem Meister am Donnerstag dann aber in 1:32,459 Minuten die Tagesbestzeit.

    Fazit Testtage in Hockenheim

    Fazit Testtage in Hockenheim – Marco Wittmann | foto: aos

    Auffällig war bereits bei den Tests die Ausgeglichenheit des Feldes. Nachdem durch eine Änderung des technischen Reglements der Abtrieb der DTM-Boliden verringert wurde, sind alle Fahrer in den Zeiten noch enger zusammengerückt. Die Leistungsdichte ist enorm. Neben Spengler (BMW) und Rast (Audi) fuhren Marco Wittmann im BMW (1:32,378) sowie Gary Paffett im Mercedes-AMG (1:32,759) Tagesbestzeiten. Alle Hersteller waren somit mindestens einmal am schnellsten. 16 der 18 Fahrer lagen mit ihrer besten Runde weniger als eine Sekunde hinter Spenglers Zeit. Nur Edoardo Mortara (Mercedes-AMG/1:33,095) und Loïc Duval (Audi/1:33,418) glückte dies nicht.

    Nun gilt es für die Teams, die gesammelten Daten auszuwerten. Die Autos bekommen bis zum Saisonauftakt den letzten Feinschliff. Die Boliden werden komplett durchgecheckt und mit den Rennmotoren für die Saison 2018 bestückt. Das Ergebnis zeigt sich dann beim Wiedersehen in Hockenheim, wenn zum ersten Freien Training am 4. Mai um 15:45 Uhr die Boliden das ehrwürdige Motodrom erbeben lassen.

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