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    DTM Nachlese Lausitzring

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    DTM Nachlese Lausitzring

    Rangelei – #48 Mortara vs. #47 Eriksson | foto: aos

    Verwarnungen im Motorsport, DTM Nachlese Lausitzring. Und wieder sorgen Verwarnungen für Diskussionsstoff. Jeder Fahrer hat seine Sicht der Dinge. So auch am Sonntag beim zweiten DTM-Rennen am Lausitzring. Zweimal kamen sich #47 Joel Eriksson [BMW] und #48 Edoardo Mortara [Mercedes-AMG] auf der Strecke in die Quere. Zweimal erhielt der Mercedes-AMG-Pilot eine Verwarnung. Die Rennleitung des DMSB entschied, der Italiener habe den Schweden im BMW abgedrängt und ordnete jeweils einen Platztausch an.

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    Joel Eriksson, #47 BMW M4 DTM | foto: aos

    Für den Rookie waren die Entscheidungen nachvollziehbar.

    „Edo hat mich zweimal abgedrängt. Das war ziemlich hart und ziemlich klar. Ich finde, die beiden Verwarnungen für ihn waren völlig richtig“, sagte Eriksson.

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    Edoardo Mortara, #48 Mercedes-AMG C63 DTM | foto: aos

    Mortara, Sieger des Rennens am Samstag, hingegen wetterte:

    „Ich bin total frustriert, wie kann ich heute nicht frustriert sein? Es ist verrückt. Ich musste zweimal eine Position zurückgeben. Das hat mich möglicherweise einen Podestplatz gekostet. Beim ersten Vorfall war es noch okay, da gab es eine Berührung. Die Entscheidung beim zweiten Vorfall kann ich nicht verstehen. Einige Fans werden hinter mir sein, einige werden gegen mich sein, aber im Allgemeinen verstehen sie nicht wirklich, was heute passiert ist. Die Entscheidungen sind leider nicht immer konstant. Manchmal muss man eine Position zurückgeben, obwohl es keine Berührung gegeben hat, manchmal wird man ins Gras gedrückt und nichts passiert.“ Mortara als Sechster gestartet, wurde letztlich Elfter.

    DTM-Boss Berger hat teilweise Verständnis für Mortaras Groll

    „Als ehemaliger Rennfahrer weiß ich, dass man gleich nach dem Rennen manchmal ziemlich emotional ist. Zunächst ist es wichtig zu wissen, dass nicht die DTM, sondern der DMSB für die Bewertung und Bestrafung möglicher Verstöße auf der Strecke zuständig ist. Ich stimme zu, dass man die Entscheidung gegen Edo diskutieren kann. Egal ob es Formel 1, MotoGP oder Fußball ist: Von einem professionellen Sportler erwarte ich aber, dass er das Urteil der Sportverantwortlichen respektiert und Kommentare in respektvoller Weise abgibt. Edo hat im ersten Rennen am Samstag einen tollen Job gemacht, während er am Sonntag in der Hitze wohl noch etwas von seinem Sieg am Vortag überwältigt war“, hatte DTM-Boss Gerhard Berger teilweise Verständnis für den Groll, den der Mercedes-AMG-Pilot hegte.

    Und dafür lieben die Fans ihre „Pistenrüpel“ – that’s racing, that’s motorsport

    Neben Mortara wurden am Lausitzring auch Lucas Auer, Philipp Eng und Mike Rockenfeller verwarnt. Für den Österreicher Eng, der Pascal Wehrlein abdrängte, war es sogar schon die zweite in dieser Saison. Bei einer dritten Verwarnung erfolgt eine Strafversetzung in der Startaufstellung um fünf Plätze. „Wir haben kurz nach dem Rennen drüber gesprochen. Für Pascal war es okay. Die Regel ist ganz klar, aber vielleicht etwas unglücklich ausgelegt. Wichtig ist, dass es da Kontinuität gibt. Es war keine Absicht. Ich habe gesehen, dass er auf der Innenlinie spät bremst. Dann ist es am Ausgang einfach ein bisschen eng geworden. Wir haben uns nicht berührt“, nahm Eng seine Verwarnung deutlich gelassener als Mortara hin.

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