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    DTM: Erfolgreicher Start in die zweite Saisonhälfte

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    Erfolgreicher Start in die zweite Saisonhälfte

    Startszene am Sonntag in Brands Hatch. Paul Di Resta greift hiet Gary Paffett an und kann für sich das Rennen entscheiden | foto: aos

    Erfolgreicher Start in die zweite Saisonhälfte: Nach dem Premierensieg von Daniel Juncadella am Samstag sicherte sich Mercedes-AMG Motorsport am Sonntag einen Doppelsieg. Paul Di Resta (Mercedes-AMG Motorsport REMUS) gewann sein Heimrennen in Brands Hatch vor dem Meisterschaftsführenden Gary Paffett (Mercedes-AMG Motorsport PETRONAS). Es war der fünfte Doppelsieg des Teams in dieser Saison und der 109. in der 30-jährigen DTM-Geschichte der Marke. Paul stand nach seinen Siegen 2009 und 2010 bereits zum dritten Mal auf dem obersten Podest in Brands Hatch. Es war sein zweiter Saisonsieg und der insgesamt zehnte in seiner DTM-Laufbahn. Gary komplettierte das erfolgreiche Wochenende auf Platz zwei mit seinem 45. DTM-Podium und dem siebten in dieser Saison.

    Erfolgreicher Start in die zweite Saisonhälfte

    Das Team setzte auch an diesem Wochenende in Brands Hatch seine Siegesserie fort: der Mercedes-AMG C 63 DTM fuhr auf jeder der sechs Rennstrecken in dieser Saison bislang mindestens einen Sieg ein. Damit stehen für die Marke mit dem Stern aus den ersten zwölf Saisonrennen acht Siege, fünf Doppelsiege und 21 Podestplätze zu Buche. Pauls Erfolg war der sechste Sieg eines Mercedes-AMG Motorsport DTM-Fahrers auf dem Traditionskurs in Brands Hatch und der 189. in der DTM.

    Nach dem Qualifying sauer – Di Resta verschwand sofort nach dem Wiegen!

    Das obligatorische Foto der Top drei ließ er kurzerhand sausen. „Ich war unglücklich darüber, dass ein anderer Fahrer von der Strecke abgekommen war. Danach war viel Kies und Gras auf der Strecke. Ansonsten hätte ich die Pole-Position gehabt. Da war ich das Opfer des Fehlers eines anderen“, erklärte er die schlechte Laune, die sich knapp zwei Stunden nach seinem insgesamt zehnten DTM-Sieg später schlagartig änderte. „Es war ein perfekter Tag, aber kein perfektes Wochenende. In der DTM entscheiden Kleinigkeiten. Ich bin sehr froh über den Sieg. Aber Gary ist sehr konstant. Er wird der Fahrer sein, den es zu schlagen gilt. Wir hatten einen guten Fight in 2010, und ich bin davon überzeugt, dass dies auch in dieser Saison bis zum Ende der Fall sein wird. Mit etwas Glück kann sich das Blatt schnell wenden.“

    Gestern so und heute so!

    Tags zuvor war Di Resta das erste Mal in 2018 in einem Rennen ohne Punkte geblieben. Und diese seltene Gelegenheit nutzte Paffett eiskalt aus. „Ich bin im Qualifying von der Strecke abgekommen und bin aber noch Sechster geworden und dann auch Sechster im Rennen. Das waren acht wichtige Punkte. Das musst du machen, um den Titel zu holen. Das war wichtiger, als heute Zweiter zu sein. Du musst Risiken eingehen. Gestern bin ich im Kies gelandet, heute auf der Pole“, betonte Paffett, der vorerst mit einem Zweikampf zwischen den beiden Mercedes-AMG-Piloten rechnet. „Ich hatte dieses Jahr vier Pole Position, das ist unglaublich. Ich muss weiter aggressiv bleiben und dafür sorgen, dass ich das Auto im Qualifying weit vorne reinstelle. Du kannst kein bisschen vom Gas gehen. Paul hat gezeigt, dass er sehr schnell ist. Ich bin mir sicher, dass wir beide bis zum Rest der Saison miteinander kämpfen werden.“

    2010 wurde Paul Di Resta Champion. Der Schotte lag in der Endabrechnung mit 71 Punkten vier Zähler vor dem Briten. Derzeit scheint es, als ob Paffett die besseren Karten hat. Er hat 29 Punkte Vorsprung. Gewiss ist in der DTM aber nur die Ungewissheit. Und es sind noch 324 Punkte zu verteilen.

    Wer siegen will…

    Den Grundstein zum Sieg legte Di Resta bereits beim Start. Von Position zwei aus überholte der Schotte den Pole-Setter Paffett bereits nach wenigen Metern und auch den Restart nach einer Safetycar-Phase konnte er für sich entscheiden. In Runde eins gerieten Augusto Farfus, Robin Frijns und Lucas Auer aneinander, rutschten teilweise von der Strecke, so dass das Safetycar für drei Runden rausgeschickt wurde. Für Di Resta, der seinen insgesamt zehnten DTM-Sieg feierte, war der heutige Sieg Balsam auf die Seele. „Das Ergebnis am Samstag mit Platz 16 hat schon weh getan“, sagte der Zweitplatzierte der Gesamtwertung nach dem Rennen. „Wir haben über Nacht am Auto gearbeitet und das hat sich ausgezahlt. So hatte ich heute einen guten Kampf mit Gary, wie schon 2010.“ Auch wenn Paffett im Vergleich zu Samstag den Abstand in der DTM-Fahrerwertung nicht vergrößern konnte, bleibt er in Führung. „Ich bin sehr zufrieden mit dem ganzen Wochenende. Die Punkte gestern waren wichtig. Die machen den Unterschied zwischen Paul und mir.“

    Erfolgreicher Start in die zweite Saisonhälfte

    Letzte Runde… Sieg für Paul Di Resta vor Markenkollege Gary Paffett und einem starken Ritt durch die Kenter Grafschaft für René Rast zum Platz Drei | foto: aos

    Eine starke Schlussphase zeigte Audi-Pilot René Rast, der von Platz vier in das Rennen gestartet war. Auch wenn er den Abstand auf Paffett in den letzten Runden verkürzen konnte, für eine Attacke auf Paffett und damit Platz zwei reichte es am Ende nicht. „Mit dem Ergebnis habe ich nicht wirklich gerechnet“, gab der DTM-Champion aus dem vergangenen Jahr zu Protokoll. „Es ist schwierig hier zu überholen. Insgesamt bin ich absolut zufrieden mit dem Rennen.“

    Für einen Blick auf die Tabelle geht es hier direkt zur offiziellen Seite der DTM.

    Ausblick auf die Rennen 13 & 14

    Aus Brands Hatch geht es weiter zum siebten Rennwochenende der DTM-Saison 2018 in Misano. Dort treten die DTM-Piloten vom 24. bis 26. August auf dem „Misano World Circuit Marco Simoncelli” an.

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