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    DTM: Finale – Wasserspiele in Hockenheim

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    DTM Finale – Wasserspiele in Hockenheim und trotzdem fiel nichts ins Wasser. Das Wetter war für die Fahrer, Fotografen und Fans eine echte Herausforderung. Nachdem die ursprüngliche Startaufstellung vor dem Start neu gewürfelt wurde, hat die DTM auch in diesem Jahr alle ihre Trophäen an den Mann, das Team und den Hersteller gebracht.

    DTM Finale - Wasserspiele in Hockenheim

    Final-Lauf DTM 2019 | foto: aos

    Geänderte Startformation

    Mike Rockenfeller wurde nachträglich um 5 Plätze strafversetzt. Er hatte am Samstag seine dritte Verwarnung erhalten. Für Rockenfeller besonders bitter, da er seit Moskau 2015 mal wieder eine Pole herausfahren konnte. Dadurch spülte es Nico Müller, im wahrsten Sinne des Wortes, auf den besten Startplatz. Timo Glock rückte auf P2 vor und Jamie Green teilte sich mit Joel Eriksson die zweite Reihe. Champion René Rast wurde Achter, bestplatzierter Gaststarter aus der Super GT war Nick Cassidy (Lexus LC 500) auf P16.

    Die Ampeln schalten auf Grün

    Der starke Regen rief zwei Formationsrunden auf den Plan. Dadurch ergab sich eine neue Renndistanz von 49 Minuten plus eine Runde. Bei den Wetterbedingungen war es nicht klar, ob es einen stehenden Start geben wird. Die Rennleitung entschied sich schließlich für einen klassischen Start. Dann wurde es spektakulär: Hinter Pole-Setter Nico Müller kämpften Timo Glock und Mike Rockenfeller um die zweite Position – bis sich plötzlich der der von P8 gestartete Rene Rast einmischte und innerhalb von nur drei Kurven Platz zwei übernahm! Nach den Ausfällen von Nick Cassidy und Daniel Juncadella wurde zunächst eine Safety-Car- und dann eine Rotphase ausgerufen.Das Rennen wurde für ca. 12 Minuten unterbrochen, um den brennenden Aston Martin von Juncadella zu bergen.

    Zwischenfälle | Ausfälle

    Ronnie Quintarelli wollte seinen Pflicht-Reifenwechsel direkt nach der Safety-Car-Phase in Runde 5 absolvieren. Problem: Fahrer müssen per Reglement einmal die Ziellinie überqueren, damit der Boxenstopp angerechnet wird. Wenig später rutschte der Nissan-Pilot auf den kalten Hankook-Regenreifen von der Strecke.

    Direkt im Anschluss mussten Philipp Eng und Pietro Fittipaldi durch die Boxengasse fahren. Sie hatten vor dem Re-Start gegen die 3-Minuten-Regel verstoßen und kassierten dafür eine Durchfahrtsstrafe. Auch Marco Wittmann musste der Boxengasse einen ungeplanten Besuch abstatten, nachdem er Jonathan Aberdein bei der Ausfahrt aus seinem Boxenplatz berührt hatte.

    Paul Di Resta (Startplatz 17) musste seinen Aston Martin schon während der Formationsrunde am Streckenrand abstellen. Mit einem „What the fuck“ kommentierte der frühere DTM-Champion seinen vorzeitigen Ausfall.

    Es blieb auch in der ersten Rennrunde aufregend. Lexus-Gaststarter Nick Cassidy fuhr von Startplatz 16 im Duell dem WRT-Rookie Jonathan Aberdein rechts in die Seite, verlor die Kontrolle und kam von der Strecke ab. Für Cassidy war das Rennen damit vorzeitig beendet.

    DTM Finale - Wasserspiele in Hockenheim

    Safety-Car-Phase im Final-Lauf | foto: aos

    Der Cassidy-Zwischenfall löste zunächst eine Safety-Car-Phase aus, bis plötzlich Daniel Juncadellas Aston Martin Feuer fing und heftig rauchte. Der Spanier konnte sein Cockpit schnell verlassen, doch der Bolide musste gelöscht werden. Das war der Anlaß für die Rotphase mit Rennunterbrechung.

    Rennverlauf

    Nach der Rotphase lieferten sich Müller und Rast ein spektakuläres Duell. Müller behielt die Oberhand vor dem bereits feststehenden DTM-Champion und ließ auch in der Folge nichts mehr anbrennen.

    Glock, der das Rennen vom zweiten Startplatz aufgenommen hatte, musste sich zum Abschluss seiner Pleite-Saison mit P4 zufriedengeben. Am Samstag hatte der BMW-Pilot wegen eines Problems mit einer offenen Tür einen möglichen Podestplatz verpasst.

    DTM Finale - Wasserspiele in Hockenheim

    Bis zur letzten Renn-Minute fuhren Green im Audi und Eriksson im BMW auf ihren ersten Reifen | foto: aos

    Hinter Glock fuhren Green und Eriksson nach ihren Boxenstopps in der allerletzten Runde, Frijns (Audi), Dennis (Aston Martin), Spengler (BMW) und Duval (Audi) in die Punkteränge.

    Jenson Button, der als Gaststarter der Super GTs in Hockenheim startete, war erneut der bestplatzierteste Fahrer der japanischen Abordnung. Der frühere Formel-1-Weltmeister pilotierte seinen von einem Mittelmotor angetriebenen Honda NSX-GT auf den 16. Platz. Am Samstag überraschte Button mit Platz sechs im Qualifying und anschließend mit P9 in seinem ersten Rennen im Rahmen der DTM.

    DTM Finale – Wasserspiele in Hockenheim – das Schönste kommt zum Schluß!

    DTM Finale - Wasserspiele in Hockenheim

    Nico Müller – Vize-Champion [li] und René Rast DTM-Champion 2019 [re] | foto: aos

    Der Champion und der Vize-Champion haben sich trotz Regen, die Zeit genommen und vor der Südtribüne den Fans für ihre Unterstützung und das Durchhalten am heutigen Renntag gedankt. René Rast und Nico Müller stiegen aus ihren Boliden aus und verneigten sich vor ihren Fans. Abschließend wurden noch die Reifen ordentlich zum Durchdrehen gebracht, bevor es dann zur Siegerehrung ging.

    DTM Finale - Wasserspiele in Hockenheim

    Abschied von der DTM-Saison 2019 – René Rast | foto: aos

     

    Rennergebnisse und Meisterschaftstabelle

     

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