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    6h-Rennen Abu Dhabi 2023: Pure Rxcing gewinnt mit weniger als 10 Sekunden Vorsprung

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    6h Abu Dhabi 2023Pure Rxcing krönte eine starke kämpferische Leistung bei den Hankook 6H ABU DHABI 2023 mit dem ersten Sieg des Teams in den 24h Series nach einem sensationell spannenden Zieleinlauf.

    Der Pure Rxcing-Porsche 911 GT3 R (#911, Aliaksandr Malykhin / Joel Sturm / Harry King) startete stark in den Nachmittag auf dem Yas Marina Circuit mit der ersten Pole-Position in den 24H SERIES powered by Hankook. Das Team unter litauischer Flagge knüpfte im Rennen an diese starke Leistung an und führte in der Anfangsphase unangefochten das Feld an.

    Der Einsatz von Harry King, der in der ersten Rennstunde einen Vorsprung von fast 20 Sek. herausgefahren hatte, wurde später wieder zunichte gemacht, als die erste von drei Safety-Car-Phasen ausgerufen und das Feld wieder zusammengeführt wurde. Ein Boxenstopp kurz vor der zweiten Safety-Car-Phase erwies sich als wichtig, denn diese strategische Entscheidung verschaffte Pure Rxcing vor der zweiten Rennhälfte einen ausreichenden Vorsprung über den stärksten Konkurrenten aus der Anfangsphase, darunter der HAAS RT-Audi R8 LMS GT3 EVO II. Eine ähnliche Strategie des Schwesterautos, des Herberth Motorsport-Porsche 911 GT3 R (#91, Markus Neuhofer / Felix Neuhofer / Alfred Renauer / Robert Renauer), stellte die Weichen für einen Kampf zweier Porsche in der Schlussphase.

    Nachdem der Herberth-Porsche nach den letzten Boxenstopps die Führung erobert hatte, kam es zu einem wahren Herzschlagfinale. Der Pure Rxcing-Porsche, der auch eine 10-Sekunden-Strafe kassiert hatte wegen Verlassens der Strecke während eines Überholvorgangs, schloss die Lücke zum führenden Herberth-Porsche, sicherte sich dann mit einem Überholmanöver auf der Strecke die Spitzenposition und baute daraufhin die Führung auf 17 Sek. aus. Und das alles in den letzten 15 Min. des Rennens.

    Nachdem der Herberth-Porsche nach den letzten Boxenstopps die Führung erobert hatte, kam es zu einem wahren Herzschlagfinale. Der Pure Rxcing-Porsche, der auch eine 10-Sekunden-Strafe kassiert hatte wegen Verlassens der Strecke während eines Überholvorgangs, schloss die Lücke zum führenden Herberth-Porsche, sicherte sich dann mit einem Überholmanöver auf der Strecke die Spitzenposition und baute daraufhin die Führung auf 17 Sek. aus. Und das alles in den letzten 15 Min. des Rennens.

    „Ich glaube, dass wir an diesem Wochenende jedes Mal Pech mit dem Safety-Car hatten! Aber unsere Restarts nach den Safety-Car-Phasen waren stark und das war entscheidend“, sagte ein überglücklicher Harry King nach dem Rennen. „Das war neben den 24h Dubai am vergangenen Wochenende mein erstes Langstreckenrennen und ich freue mich sehr, meinen ersten Langstreckensieg mit Pure Rxcing herausgefahren zu haben.“

    Pure Rxcing legte insgesamt 165 Runden auf dem 5,281 Kilometer langen Yas Marina Circuit zurück und verpasste damit die Marke von 166 Runden, aufgestellt von Baron Motorsport auf dem Weg zum Sieg 2022, um nur eine Runde.

    Herberth Motorsport setzte seine gute Formkurve fort mit dem zweiten Gesamtrang bei den Hankook 6h Abu Dhabi und krönte damit eine starke Aufholjagd von Rang 19 in der Startaufstelling. Mit diesem Ergebnis sicherte sich die bayerische Mannschaft den GT3-Teamtitel in der neuen Middle East Trophy.

    Obwohl es im Kampf um den GT3-Teamtitel gegen Herberth das Nachsehen hatte, beendete der Haas RT-Audi R8 LMS GT3 EVO II (#21, Stéphane Perrin / Mathieu Detry / Maxime Soulet) ein weiteres eindrucksvolles Wochenende auf Platz drei. Auf dem Weg zum Podium sicherte sich das Team, das in Belgien beheimatet ist, aber unter der Flagge von Antigua und Barbuda startet, die schnellste Rennrunde, eine Zeit von 1:54,144 Minuten, gefahren von Maxime Soulet. Erstaunlicherweise fuhr der ehemalige Bentley-Werksfahrer an einem gewissen Punkt im Rennen eine Zeit von 1:54,492 Minuten, exakt identisch mit der schnellsten Rundenzeit, die sein Teamkollege Mathieu Detry früher am Nachmittag im zweiten der insgesamt drei Qualifying-Durchgängen gefahren war.

    Die aktuellen European GT Trophy-Gewinner Phoenix Racing (#1, Michael Doppelmayr / Pierre Kaffer / Elia Erhart / Swen Herberger) erlebten ein starkes Comeback nach einer eher durchwachsenen Startphase, in der der Audi R8 LMS GT3 EVO II zeitweise sogar auf den 16. Rang zurückgefallen war. Immerhin schaffte es das Team noch auf Platz vier ins Ziel und sicherte sich damit den GT3-PRO/AM-Teamtitel in der Middle East Trophy.

    Red Camel-Jordans.nl (#909, Ivo Breukers / Rik Breukers / Luc Breukers / Fabian Danz) revanchierte sich für die enttäuschenden 24h Dubai
    mit einem starken Auftritt, der mit dem 992-Klassensieg belohnt wurde. Dahinter folgte das bestplatzierte Auto der 992-AM-Klasse, HRT Performance (#928, Jim Rautiainen / Miika Panu). Letztgenanntes Team war fast während des gesamten Rennens in einem spannenden Kampf mit dem Schwesterauto, dem QMMF by HRT Thuraya Qatar-Porsche 911 GT3 Cup (#929, Abdulla Ali Al Khelaifi / Ghanim Al Maadheed / Ibrahim Al Abdulghani / Julian Hanses), bis der Porsche mit der #929 nur 20 Min. vor Schluss wegen eines Bremsdefekts ausfiel.

    Nachdem das Team einen besseren Spritverbrauch gegenüber, Geschwindigkeit bevorzugt hatte, schien der HRT Performance-Porsche 992 GT3 Cup (#930, Antti Buri / Kari-Pekka Laaksonen) auf dem Weg zum letzten Platz auf dem 992-Klassenpodium, aber das vierte und letzte HRT-Performance-Auto (#931, Fidel Leib / Mikaeel Pitamber) und der neue 992-Team-Titelgewinner in der Middle East Trophy, Willi Motorsport by Ebimotors Porsche 992 GT3 Cup (#955, Fabrizio Broggi / Sergiu Nicolae / Sabino de Castro) überholten noch während der letzten Runde.

    Das 992-Feld war dermaßen schnell unterwegs, dass fünf der acht Porsche 992 GT3 Cup-Fahrzeuge, die für das Rennen genannt worden waren, in den Top Ten der Gesamtwertung ins Ziel fuhren.

    Der ARC Bratislava Lamborghini Huracán GT3 (#44, Miro Konopka / Andrzej Lewandowski) fuhr vom 20. Rang in der Startaufstellung ein konstantes Rennen und kam auf Platz zehn ins Ziel. Damit sicherte sich das slowakische Team den Klassensieg in der GT3-AM-Kategorie. Mit nur einer weiteren Runde Rückstand schien der JR Motorsport-BMW M6 GT3 (#12, Ted van Vliet / Max Weering) auf dem Weg zu einem Top-Ten-Ergebnis, verlor allerdings über 2 Min. als Folge einer Zeitstrafe wegen Überholens während einer Safety-Car-Phase.

    Der razoon-more than racing-KTM X-BOW GTX (#714, Dominik Olbert / Daniel Drexel / Haytham Qarajouli / Laura Kraihamer) sicherte sich einen hart erarbeiteten und sehr engen Sieg in der GTX-Klasse, weniger als 5 Sek. vor dem Porsche 911-II Cup des in die Serie zurückgekehrten Teams Tischner Motorsport (#763, Michael Tischner / Matthias Tischner / Uwe Kleen). Zusammen mit dem Klassensieg bei den Hankook 24H DUBAI vor einer Woche machte das österreichische Team die Enttäuschung von den Hankook 12h Kuwait wieder gut und sicherte sich den GTX-Teamtitel in der Middle East Trophy.

    Der nächste Titelrivale für razoon, Vortex V8 (#701, Lionel Amrouche / Julien Boillot / Philippe Bonnel), belegte letztendlich Rang vier in der KLasse hinter dem P21 Motorsport-Porsche 991-II Cup (#721, Jose Monroy / Chris Hillaby / Rui Miritta), nachdem der Vortex in der Schlussphase auf der Strecke ausgerollt war.

    Der Buggyra ZM Racing-Mercedes-AMG GT4 (#416, Aliyyah Koloc / Adam Lacko / David Vrsecky) erlebte mit dem GT4-Klassensieg eine erfolgreiche Rückkehr in die 24H SERIES, weniger als eine Woche nach der Zielankunft von Aliyyah Koloc in der Dakar-Rallye. Nachdem das Team in der Anfangsphase Zeit verloren hatte, als der Tankverschluss nicht funktionierte, belegte der Ram Racing-Mercedes-AMG GT4 (#405, James Thorpe / Philip Quaife / Philip Keen) nach einem starken Auftritt letztendlich den doch etwas enttäuschenden zweiten Platz in der Klasse.

    Serien-Debütant Sharky-Racing (#176, Artur Goroyan / Roman Mavlanov) sicherte sich nach einer fehlerfreien Fahrt mit dem Audi RS 3 LMS den Sieg in der TCR-Klasse, in der es zahlreiche Ausfälle gab. Für den siegreichen Audi gab es nur einen kurzzeitigen Leistungsverlust nach dem ersten Boxenstopp.

    Trotz Schwierigkeiten mit dem Antriebsstrang erlebte Wolf-Power Racing (#121, Jasmin Preisig / Ivars Vallers / Nicolas Baert / Ricky Coomber) eine starke Aufholjagd nach Problemen im Zeittraining und erreichte den zweiten Platz in der TCR-Klasse. Der Audi RS 3 LMS TCR hatte im Ziel lediglich sechs Sekunden Rückstand auf dem Sieger.

    Trotzt wiederholter Schwierigkeiten während der gesamten Einsätze im Nahen Osten fuhr das dreimalige Gesamtsiegerteam der TCE-Division in allen drei Rennen aufs Podium und sicherte sich damit den TCR-Teamtitel in der Middle East Trophy.

    Für den ersten der beiden AC Motorsport-Audi RS3 LMS TCRs (#188, Marcos Costantini / Niels Ulrich Nyboe / Jonas Karklys) war Platz drei in der KLasse die Belohnung für den Einsatz. Der Audi, der nach einer Kollision im Freien Training bereits repariert werden musste, verlor über eine Stunde in der Box als die rechte hintere Radaufhängung in Kurve fünf zu Bruch ging. Das Schwesterauto mit der Startnummer 199 (Paul Sieljes / Mato Matosevic / Victor Moutinho) fiel aus, nachdem die Ursache von wiederholten Getriebeproblemen nicht ausfündig gemacht werden konnte.

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